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Vereinsfahnen schreiben Geschichte

Buch  |  2011
Die zweite Fahne von 1954. Vorder-und Rückseite.
Die zweite Fahne von 1954. Vorder-und Rückseite.
Vereinsfoto mit erster Fahne von 1894
Vereinsfoto mit erster Fahne von 1894
Zweite, zurückgekehrte Fahne des MGV "Eintracht" Honrath
Zweite, zurückgekehrte Fahne des MGV "Eintracht" Honrath
Übergabe der verschwunden Fahne am 18.7.1954 in Odenheim (Pfalz)
Übergabe der verschwunden Fahne am 18.7.1954 in Odenheim (Pfalz)
Vor- und Rückseite Vereinsfahne "Frohsinn" Lohmar
Vor- und Rückseite Vereinsfahne "Frohsinn" Lohmar
Chorfoto "Frohsinn" Lohmar mit Fahne 1965
Chorfoto "Frohsinn" Lohmar mit Fahne 1965
Vorder- und Rückseite der Liederkranz Fahne
Vorder- und Rückseite der Liederkranz Fahne
Vorderseite Der Fahne "Frohsinn" Höffen
Vorderseite Der Fahne "Frohsinn" Höffen
Rückseite Fahne "Frohsinn" Höffen
Rückseite Fahne "Frohsinn" Höffen

Vereinsfahnen schreiben Geschichte überschrieb Peter Hennekeuser seinen Artikel für die Lohmarer Heimatblätter 2011, den er den damaligen sechs Männerchören, die dem Chorverband Rhein -Sieg angehörten widmete: Männerchor Wahlscheid 1879 e.V., MGV „Eintracht“ Honrath 1882 e.V., Lohmarer Männerchor e.V. 1890, Männerchor „Liederkranz“ Birk 1908 e.V., MGV „Frohsinn“ Höffen e.V. 1913, Männerchor Donrath 1970 e. V..

Mit der Gründung des Gesangvereins und den Festlegungen der Statuten stand die Anschaffung einer Vereinsfahne ganz vorne an. Bei fast jedem öffentlichen Auftritt, bei Konzerten, Theaterabenden und bei Hochzeiten und Beerdigungen von Vereinsmitgliedern war die Fahne dabei. Selbstverständlich trug man auch die Fahne bei Festumzügen. Das Hegen und Pflegen der Fahne mit Krone, Stab und weiterem Zubehör stand in der Verantwortung der gewählten Fahnenträger.

Der älteste Lohmarer Männerchor, der Männerchor Wahlscheid erhielt seine erste Fahne 1894. Sie ging im ersten Weltkrieg verloren und wurde 1954 ersetzt. Die erste Fahne des MGV Eintracht Honrath fiel bei einer Reinigung in der Fahnenfabrik Arnold Steiger in Köln einem Brand zum Opfer. Die zweite Fahne verschwand 1918 und tauchte 1954 überraschend wieder auf, nachdem man sie bereits durch eine andere Fahne ersetzt hatte. Die Fahne war im ersten Weltkrieg in die USA zu einem Indianer in Montana gelangt, der sie schließlich einem Bekannten übergab, um sie dahin zu bringen, wo sie herkam. Einige Jahre nach der Gründung des MGV “Frohsinn“ Lohmar 1890 wurde die Vereinsfahne in Auftrag gegeben. Warum wie zunächst vorgesehen der Leitsatz des Chores „Frohsinn, Einigkeit, Lieb und Treue sich stets in uns`rem Lied erneure“ nicht aufgedruckt wurde, ist nicht bekannt. Sänger Gerd Küpper war 40 Jahre lang für die Fahne verantwortlich und bewahrte sie bei sich zu Hause auf. Zu besonderen Anlässen werden Fahnenstange, Krone, Ehrennägel und Schleifen für den Auftritt vorbereitet. Bei Beerdigungen von Sängern und Ehrenmitgliedern trägt die Fahne eine schwarze Trauerschleife. Über dem Grab des Verstorbenen senkt die Fahne sich dreimal in kurzen Abständen. Der MGV „Liederkranz“ Birk weihte seine Fahne im Rahmen eines Stiftungsfestes am 30. Juli 1911 ein und der MGV „Frohsinn“ Höffen feierte am 29. Mai 1921 sein Fahnenweihe-Fest mit einem Festzug vom Auelerhof vorbei an festlich geschmückten Häusern bis zum Vereinslokal nach Höffen.

 

Information

Dokument

Quellenangabe

Lohmarer Heimatblätter 25 S. 126 - 134

Autor(en)

Peter Hennekeuser
Zuletzt angesehen:03.10.2022, 22:14
Bisher angesehen:580 mal

Querverweise

Zugehörige Bilder

MGV Sangeslust Schachenauel 1930er Jahre
vlnr: Unten: Karl Küllenberg, Jakob Trompetter, Josef Heuser (alle Schachenauel), Paul Schmitz (Baach), Paul Steuyversand (Dirigent), Hermann Naaf, Heinrich Schwamborn (beide Schachenauel), Willi Schwamborn (Honsbach) Mitte: Franz Röger, Heinz Müller, Willi Weber, Hans Röger (alle Schachenauel), Karl Höck, Paul Schwamborn (Honsbach), Willi Schwamborn (Schachenauel). Oben: Karl Schwarzrock (Stöcken), Jakob Spiekermann, Hugo Koser (Schachenauel), Alois Decker (Baach), Johann Küllenberg (Schachenauel), Johann Altenrath, Franz Schmitz (beide Baach), Karl Frackenpohl (Schachenauel)
Aufgelöste Vereine Neuhonrath
Foto
Der Männergesangverein „Frohsinn“ Lohmar

Zugehörige Begebenheiten

Das Foto zeigt, wie viele der Birker Bevölkerung an der B56 vor Franzhäuschen dem Liederkranz entgegenjubelten

Der Liederkranz war am Pfingstsonntag 31. Mai und Pfingstmontag, 1. Juni 1925 zu einem Sängerwettstreit nach Pracht an der Sieg eingeladen. Gut vorbereitet starteten die 41 Sänger zunächst mit dem Bus von Birk nach Siegburg. Von dort mit dem Zug nach...

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