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Pfingsten 1946 auf der Autobahn in Lohmar

Begebenheit  |  1946

Nach dem Krieg war die Autobahn wie leergefegt und konnte für Spaziergänge benutzt werden. Wie man auf dem Foto von Pfingsten 1946 sieht, waren an der Autobahn noch keine Leitplanken angebracht und es fuhren statt benzinbetriebener Wagen Kinderwagen über die Autobahn; der hier seinen Wagen schiebt ist Gerd Streichardt, viele Jahre 1. Vorsitzender des HGV Lohmar.
Die Autobahn Köln – Frankfurt wurde im 3. Reich als Reichsautobahn gebaut. Im März 1934 war der 1. Spatenstich für den dritten Bauabschnitt von Köln bis Siegburg und am 17.12.1937 wurde dieses Teilstück für den Verkehr freigegeben. Im April 1939 waren dann auch die beiden Raststätten in Siegburg fertiggestellt. Für den angeschütteten Erdwall wurde der Scharfeberg abgetragen. Bis Anfang der 1950er Jahre war es noch sehr ruhig auf der Autobahn, so dass man sie relativ einfach überqueren konnte. Das praktizierte Heinrich Wasser aus der Burg meist wenn er von der Burg zur Kirche oder ins Dorf wollte, bis man ihn 1962 totgefahren hatte. In Lohmar erzählte man, dass Heinrich Wasser immer gesagt habe: „Die haben die Autobahn auf meinem Grund und Boden gebaut, dann darf ich die auch überqueren und und betreten wann ich das will.“

Information

Quellenangabe

Lohmar in alten Zeiten Bd. 2, S. 143

Autor(en)

Hans Dieter Heimig
Zuletzt angesehen:17.04.2021, 07:36
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