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Ackerarbeit in Honrath in den 1920er Jahren

Foto  |  1920 - 1929
Karl Kürten, Linden, (rechts) und Daniel Schröder, Stöcken, (links) mit dem Bloch (Blauch = Walze) Anfang der 1920er Jahre auf dem Feld.
Karl Kürten, Linden, (rechts) und Daniel Schröder, Stöcken, (links) mit dem Bloch (Blauch = Walze) Anfang der 1920er Jahre auf dem Feld.

Wenn bei großer Hitze die Fliegenplage zu groß wurde, streifte der Bauer dem Ochsen oder dem Pferd ein „Drömm“ (eine Art Fliegennetz) über den Kopf.

Im Hintergrund sieht man Linden (Honrath). Bei dem „Fetz“ (kleiner Junge) handelt es sich um Franz Oberhäuser, früher Linden, heute Rodderhof. Karl Kürten hatte offenbar aus dem 1. Weltkrieg einen Kommißrock mit nach Hause gebracht; er trug ihn bei der Arbeit. Das Bloch (Walze) entwickelte beim Transport über die Straße einen starken Lärm.

Der Bauer, der weder ein Pferd noch einen Ochsen besaß, spannte eine Milchkuh – mit Joch oder Hamen – vor. Die Kuh gab im Falle eines Arbeitseinsatzes etwas weniger Milch und war langsamer. Wenn der Zugkuhbauer, auch „Drievkoh-Buur“ genannt, frischgemähtes Gras einfahren mußte, spannte er die Zugkuh erst gar nicht ein, sondern brachte das Gras mit der Schubkarre oder dem großen Tragtuch ein. Der Kleinbauer nutzte jedes Stückchen Land. Gab es irgendwo ein Fleckchen Wiese, „pöhlte“ er ein Kalb an. Auch die „Over“ (Wegschrägen) mähte er ab.

Information

Quellenangabe

Wie et fröhe woe Band I, S. 145

 

Autor(en)

Siegfried Helser †, Textbearbeitung: Bernd Braun
Zuletzt angesehen:13.04.2021, 18:22
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Foto Juni 2020Ortsteil
Honrath

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