Der Bachhof
Sitz der adligen Familie "von Lohmar"
Der Bachhof liegt etwas versteckt an der Brückenstraße am Fuß der Böschung der Autobahnbrücke in der Nähe der Burg.
Bis 2025 wurde um die Ursprünge des Gutes Bachhof gerätselt. Die Heimatforscher Hans Dieter Heimig und Klaus A. Schneider haben die offenen Fragen geklärt und berichten in den Lohmarer Heimatblättern 2025, wie der Hof durch Vererbung und Verpfändung durch die Hände verschiedener Adelsfamilien ging. Für den Bachhof wurden verschiedene Namen benutzt. In der ältesten Urkunde von 1432 wird er als „Gut Lohmar“ bezeichnet, 1550 als „Hof Lohmar“, 1666 als „Leyenhof“ und später taucht im Waldbuch der Name „Bachhof“ auf. Laut einer Erbteilungsurkunde von 1576 gehörte der „Hoff zu Lohmar“ bis 1406 Heinrich von Lohmar. Aus der adligen Familie, der Lohmar den Namen gab, sind zwei Ritter bekannt: Ritter Johann von Lohmar und sein Bruder Godart, der sich später von Longenburg nannte. Lange Zeit wurde spekuliert, wo der Sitz der adligen Familie „von Lohmar“ war, ob es sich um den Bachhof, den Vogtshof in der Bachstraße oder das Sattelgut am Eisenmarkt handelte. 1672 erwarben die Coesfelds die Burg Lohmar und zwischen 1672 und 1739 auch den Bachhof. Nach weiteren Erbfolgen wurde 1767 das Haupthaus abgerissen und 1789 in der jetzigen Form wieder aufgebaut. 1805 erwarb der erste Lohmarer Bürgermeister Franz Bernhard Andreas Freiherr von Gumpertz von Güsten die Burg und den Bachhof. Über den Autobahnbau 1935/36 kam der Hof in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Heute ist er wieder in Privatbesitz und dient als Wohnhaus.
Im Erbteilungsbuch von 1576 sind 79 Gebäude und Grundstücke aufgeführt mit insgesamt über 122 Morgen und 1 Viertel an Land und Wald, die zum Hof gehörten. Außerdem werden die Gebäude des eigentlichen Hofes, der ca. 3 Morgen und 1 ½ Morgen Gartenland umfasst, beschrieben. Mit diesen Angaben lässt sich mit Hilfe der KI eine ungefähre Vorstellung entwickeln, wie der Bachhof 1576 ausgesehen haben könnte.
Information
Quellenangabe
Lohmarer Heimatblätter, 39. Ausgabe, S. 20 - 28 und Heft 30, S. 6 - 28
Autor(en)
Hans Dieter Heimig, Klaus A. Schneider, Wolfgang Röger| Zuletzt angesehen: | 20.01.2026, 13:38 |
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Querverweise
Zugehörige Dokumente
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2008
Mit diesem Artikel wird die Geschichte der ehemaligen Wasserburg beschrieben, die ihm 14. Jahrhundert errichtet wurde und heute in Teilen immer noch erhalten ist. Beleuchtet wird ferner das Adelsgeschlecht „von Reven“, dass die Burg 200 Jahre... Mit diesem Artikel wird die Geschichte der ehemaligen Wasserburg beschrieben, die ihm 14. Jahrhundert errichtet wurde und heute in Teilen immer noch erhalten ist. Beleuchtet wird ferner das Adelsgeschlecht „von Reven“, dass die Burg 200 Jahre bewohnte. |
Zugehörige Bilder
Diese Luftaufnahme zeigt das Herrenhaus der Lohmarer Burg. Sie wurde um 1350 erbaut und vermutlich zwischen 1572 und 1582 grundlegend umgebaut. Die dreifl ügelige, zum Herrenhaus offene Fachwerkvorburg, die vom Hauptgebäude ursprünglich durch einen Wassergraben getrennt war, ist in der heute noch existierenden Bausubstanz erheblich jüngeren Datums (1717). Der Zugang zur Burg führt über eine gemauerte Brückenzufahrt über den einstigen Wassergraben, der jetzt trocken gefallen und dessen nordöstliche Hälfte zugeschüttet ist. Wie noch die Urflurkarte zeigt, stellte diese Hofausfahrt bis 1936 vor dem Bau der Reichsautobahn, die direkte axiale Verbindung mit dem Kirchdorf her. Links vom Weg nach Altenrath erkennt man den Bachhof und im Hintergrund, vor der Stahlbrücke über die Agger, das Fährhaus. Die Aufnahme ist 1926 entstanden.



















