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Grabkreuze zeugen vom Ingerbergshof

Bild  |  1694
Peter Kemmerich, Meine Heimatgemeinde Lohmar um und nach 1900, Seite 16.
Peter Kemmerich, Meine Heimatgemeinde Lohmar um und nach 1900, Seite 16.
Grabkreuz im Febr. 2026: JHS A(nn)O 1694 DEN 11. AUGUST STARB DIE DUGENDSAME ANNA:AUF DEM INGERBERG GGDS (Gott gnade deiner Seele). Die Buchstaben JHS stehen für Jesus und sind die ersten drei Buchstaben des Namens auf griechisch.
Grabkreuz im Febr. 2026: JHS A(nn)O 1694 DEN 11. AUGUST STARB DIE DUGENDSAME ANNA:AUF DEM INGERBERG GGDS (Gott gnade deiner Seele). Die Buchstaben JHS stehen für Jesus und sind die ersten drei Buchstaben des Namens auf griechisch.
Grabkreuze an der Südseite der Leichenhalle auf dem Friedhof in Lohmar im Febr. 2026.
Grabkreuze an der Südseite der Leichenhalle auf dem Friedhof in Lohmar im Febr. 2026.
Grabkreuz im Febr. 2026: A(nn)O 1734 DEN 21 NOVEMBER STARB DER TUGENDSAM JOHANNES ADOLFFUS HAGEN VON INGERBERG GSDSG (Gott sei deiner Seele gnädig).
Grabkreuz im Febr. 2026: A(nn)O 1734 DEN 21 NOVEMBER STARB DER TUGENDSAM JOHANNES ADOLFFUS HAGEN VON INGERBERG GSDSG (Gott sei deiner Seele gnädig).
Grabkreuze am Weg zur  Leichenhalle im Februar 2026.
Grabkreuze am Weg zur Leichenhalle im Februar 2026.

1980 gruben ein halbes Jahr lang Helfer aus der Firma Walterscheid und dem Heimat- und Geschichtverein unter der Leitung des Fabrikanten und Heimatforschers Bernhard Walterscheid - Müller die Kellerruinen eines um 1790 untergegangenen Fachwerkhofes auf dem Ingerberg aus. Auf dem Lohmarer Friedhof stehen zwei steinerne Zeugnisse vom Leben bzw. Tod auf dem Ingerbergshof im 17. und 18. Jahrhundert. Ein Grabkreuz befindet sich in der Bruchsteinwand in der Südseite der Leichenhalle. In Sandstein gemeißelt ist hier zu lesen, dass Anna auff dem Ingerberg am 11. August 1694 starb. Am Weg von der Kirche zur Leichenhalle steht ein weiteres steinernes Dokument zum Tod von Johannes Adolffus Hagen von Ingerberg am 21. November 1734. Aus dem Lohmarer Wertier- und Lagerbuch  von Inger aus 1746 geht hervor, dass ein "Adolf Hagen aufem Ingerberg" den Hof besaß.

Als Beleg für den Ingerbergshof hat Peter Kemmerich in seinem Buch über die Heimatgemeinde Lohmar einen Auszug aus  dem Kirchenbuch der katholischen Kirchengemeinde (Kirchspiel) Lohmar - das Kirchspiel bestand aus Lohmar als Untergemeinde und Scheiderhöhe, Breidt und Birk als Obergemeinde - veröffentlicht und die altdeutsche Schrift übersetzt:

"Pêle-mêle Notizen zur Chronik von Lohmar.
Gemäß notariellem Verkaufsackte über die Burg Lohmar vom Jahre 1672, wovon das Original auf Pergament in den Händen des gegenwärtigen Besitzers daselbst ist, waren im Jahre 1672 in der Unter- Obergemeinde Lohmar 204 Häuser.- Zur Burg gehörten 12 Morgen Weiher im Lohmarer-walde.- 40, später 20 gewald Holz.Gerechtsame des Brandweihers im Lohmarerwalde, Zehnten zu Scheiderhöhe, 3M Roder die v. Heyden zu Schönrath einige Jahr lang genossen. Der Weinzapf und Accis (
Steuer) im Dorf Lohmar, der Ingerberg, Haus, Hof, etc., 20 M Land, 4 M Wies, 42 M Busch und 17 M Biese. Pacht dies adlig Nutzung, 24M (Malter) Roggen, 25 M Hafer, 6 Schweine, 1 dicker Hammel, 1 Lamm, 1 Kalb, 8 Hühner, 2 Enten, 2 Vot Eier. Max v. Reven….. zu Bach-Coesfeld an Pfr."                                                                                                                            

 

Information

Quellenangabe

Peter Kemmerich, Meine Heimatgemeinde Lohmar um und nach 1900

Lohmarer Heimatblätter, Heft 18, S. 111 - 120

Fotoarchiv Röger

Autor(en)

Peter Kemmerich, Johannes Heinrich Kliesen
Zuletzt angesehen:15.03.2026, 10:51
Bisher angesehen:60 mal

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Zugehöriger Ort

Rekonstruktion Ingerbergshof um 1790Gebäude
Ingerbergshof

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