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Hinterhäuser vom „Hotel zur Linde“

Foto  |  1977

Das Foto von etwa 1977 gestattet einen Blick in den Hof hinter dem „Hotel zur Linde“. In dem linken Gebäude war bis 1925 die Dampf-Kornbrantweinbrennerei des Peter Josef Knipp („de Pettenösel“) untergebracht. Hier stellte er den im Volksmund „Knepps Fusel“ genannten Kornbrand her, der damals 80 Pfennige pro Liter kostete. Die Familie Knipp ist in Lohmar schon vor 1800 nachgewiesen. Zwischen 1797 und 1799 heiratete Johann Knipp die aus Rheidt stammende, aber in Lohmar wohnende Anna Elisabeth Henselers. Ein Enkel von ihnen ist Peter Josef Knipp.
Nach dem Krieg war in der Brennerei eine Fahrradreparaturwerkstatt, die Leo Reich aus der Altenrather Straße betrieb. Die Kinder sagten immer: „Wird dein Fahrradschlauch mal weich, dann eile schnell zu Leo Reich“. Nach der Ära Reich wurde hier von Bernhard Willscheid das Unternehmen „Radio Willscheid“ gegründet. Eine zweite Gründung in diesem Gebäude war 1962 die „Fahrschule Mauermann“ (heute „Fahrschule Walter Kreiter“ im Hause Mauermann in der Johannesstraße 8a). Danach hatte dort Frau Pape eine Geschenk-Boutique betrieben. In dem weißen Haus in der Mitte wohnte in den 1950er Jahren die Familie Willi Schiel und später die Familie August Boddenberg. Im unteren linken Teil des Hauses war die Bühne vom Festsaal des „Hotel zur Linde“ integriert. Rechts das „Kleins Büdchen“ für Obst, Gemüse und Südfrüchte. Nähere Beschreibungen können auf der Seite 171 entnommen werden.
Der ganze Komplex wurde etwa 1979 abgerissen und durch ein großes neues Gebäude ersetzt, in dem zu Beginn die Lebensmittelkette „Konsum“ und danach bis heute die „Spielewelt“ untergebracht ist.

Information

Quellenangabe

Lohmar in alten Zeiten Bd. 1, S. 219

Autor(en)

Hans Dieter Heimig
Zuletzt angesehen:28.11.2022, 00:43
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