Lohmar Kreuelsfeld um 1920
Das „Kreuelsfeld“, in den Urflurkarten von 1823 noch „Greilsfeld“ oder „Greuelsfeld“ genannt, lag zwischen den heutigen Straßenzügen „Im Korresgarten“, „Christianstraße“ und „Auf der Hardt“, direkt am Waldrand. Das Bestimmungswort des Flur- oder Gewannennamens: „Kreuel“, „Greuel“ (auch Grel und Greil) mag von einem abgelegenen, einsamen Ort, dort wo man Grauen empfindet, an dem es nicht geheuer ist, abgeleitet sein. Damals wie heute gab es Stellen, vor allem im Wald, die gefürchtet und gemieden wurden. Oberhalb der Hardt gab es noch die Gewannenbezeichnungen „Greilsbusch“, „Greilsberg“ und „Auf dem Greil“. Sie alle liegen vor der zum Teil heute bereits gefällten Waldkulisse oberhalb der Waldschule, auf einem der schönsten Hänge der Walderbenmark mit einem Ausblick auf die Kirche und das Dorf. Rechts auf dem Foto, ab dem Stacheldrahtzaun, ist die Miebachs Wiese zu erkennen.
Information
Quellenangabe
Lohmar in alten Zeiten Bd. 2, S. 66
Autor(en)
Lothar Faßbender| Zuletzt angesehen: | 11.02.2026, 23:42 |
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Querverweise
Zugehörige Bilder
Das Foto um 1925/30 zeigt eine Teilansicht des alten Lohmars von Südosten, dem späteren Straßenzug der Hardt aus gesehen, der noch weitgehendst unbebaut ist. Links Haus Krauthäuser, rechts davon mit dem Krüppelwalmdach das Haus Katterfeld. Davor das Fachwerkhaus Dunkel/Palm. Rechts im Vordergrund die Werkstatt von Josef Dunkel, im Hintergrund die Villa Therese und in Bildmitte Haus Klette (später Fam. Brode, Im Korresgarten). Zwischen diesem und dem hohen Haus rechts davon die Waldesruh auf der Hauptstraße, weiter rechts davon im Baumbestand die Villa Baumann (Villa Friedlinde, Bachstraße 12), dahinter die katholische Pfarrkirche mit dem Ziegenberg und links davon die Burg mit dem Lohmarberg im Hintergrund.


