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Wahlscheid im Aggertal in den 1920er Jahren

Foto  |  1920 - 1929
Blick von Honrath
Blick von Honrath

Wahlscheid, ein „Tor zum Bergischen Land“, liegt im unteren Aggertal am Fuße des Niederbergischen Landes. Hinter Lohmar/Donrath, einem Zipfel der dichtbesiedelten Köln-Bonner Bucht, nehmen die Ausläufer des Bergischen Landes deutlich an Höhe zu. Wald und Wiesen beherrschen die Landschaft.Die typischen Merkmale des Bergischen Landes, nämlich Hügel, Berge und Täler sowie Wechsel zwischen Feld, Wald und Wiese sind in Wahlscheid in einer Vielzahl vorhanden.

Die Talsohle von Wahlscheid befindet sich auf ca. 70m Höhe. Viele kleine Bachtäler, Schluchten und Siefen zerfurchen die Bergrücken, die zu der Südbergischen Lößhochfläche gehören. Die Höhenrücken steigen bis zu ca. 200m an.Das untere Aggertal kann sich hinsichtlich seiner Schönheit mit jedem anderen deutschen Landstrich messen.

Was sieht man auf dem Bild?
Von den Höhen ergibt sich ein herrlicher Blick auf das Siebengebirge, die Eifel und die Kölner Bucht. Am rechten Bildrand ist der rechte Winkel des Aggerbogens am „Päedskümpel“ erkennbar. Das „Aggerschlößchen‚ neben der Schiffahrther Brücke ist noch nicht errichtet. Flußaufwärts befindet sich der sogenannte „Aacher-Bösch“ (Agger-Busch). Hier baute die Nachenbauerfamilie Schönenberg ihre Nachen. Links davon erkennt man den Aggerdeich, der den Zentralort Wahlscheid vor dem Aggerhochwasser schützte. Die Agger fließt noch (später verlegt) direkt zu Füßen der „Ley“, die damals einen niedrigen Baumbestand aufwies, entlang. Mit den Steinen aus dem Steinbruch unterhalb des Ley-Felsens wurde seinerzeit die Agger reguliert.

Emst Hohn, Aggerhof, erinnerte sich, daß man damals in der Höhe des Steinbruchs eine Behelfsbrücke über die Agger errichtete; Loren (Kippwagen) übernahmen den Transport der Steine.

Im Bildhintergrund fließt die Agger – einem breiten Band gleich – durch die reizende Aue der Sieg und dem Rhein entgegen. Vereinzelt stehende Weiden lockern die Landschaft auf.

ln Wahlscheid fließt die Agger an zwei Stellen „strack“ (geradewegs) auf die beiden Felswände „Pastoratsberg“ und „Spechtsberg“ (Ausläufer der „Ley“) zu, als wenn sie sich durch sie hindurchbohren wollte. Sie wird im 90° Winkel in ihre Schranken verwiesen, macht aber anschließend mit kleinen Stromschnellen und Strudeln auf sich aufmerksam. Zwischen dem „Pastuurschloch“ (Untiefe der Agger in der Nähe des Pastorats) und dem „Päedskümpel“ fließt die Agger durch die gesamte ca. 500m breite Talsohle.

Information

Quellenangabe

Wie et fröhe woe Band I, S.11-12

Autor(en)

Siegried Helser †, Textbearbeitung: Bernd Braun
Zuletzt angesehen:17.04.2021, 14:52
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Wahlscheid

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