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Münchhof ("Alt Wahlscheid")

Dokument  |  1994 - 2012
Ortseingang aus Richtung Kirche. Auf dem Foto links das ehemalige Bürgermeisteramt Münchhof 9 zu erkennen.
Ortseingang aus Richtung Kirche. Auf dem Foto links das ehemalige Bürgermeisteramt Münchhof 9 zu erkennen.
Bürgermeisteramt bis 1923 Münchhof 9
Bürgermeisteramt bis 1923 Münchhof 9
Münchhof 47 Wohnsitz der Verwalter des  Münchhofes und Stammhaus der Familie Schmitz
Münchhof 47 Wohnsitz der Verwalter des Münchhofes und Stammhaus der Familie Schmitz
Münchhof 14 - 16, zweitälteste Gebäude in Münchhof, gehörte als Versorgungshof mit zum Münchhof
Münchhof 14 - 16, zweitälteste Gebäude in Münchhof, gehörte als Versorgungshof mit zum Münchhof
Münchhof 20. Im Obergeschoss des Gebäude befand sich links ein Tanzsaal. Rudolf Lindenberg (Däe Mönnichshöffer Decke") war der letzte Bauer und Gastwirt in Münchhof.
Münchhof 20. Im Obergeschoss des Gebäude befand sich links ein Tanzsaal. Rudolf Lindenberg (Däe Mönnichshöffer Decke") war der letzte Bauer und Gastwirt in Münchhof.
Münchhof 20 im Jahr 2012
Münchhof 20 im Jahr 2012
Die über 450 Jahre alte Femelinde bildete zusammen mit der evangelischen Kirche und dem Marktplatz den gesellschaftlichen Mittelpunkt des alten Wahlscheid. Feme ist der Begriff für die mittelalterliche Gerichtsbarkeit.
Die über 450 Jahre alte Femelinde bildete zusammen mit der evangelischen Kirche und dem Marktplatz den gesellschaftlichen Mittelpunkt des alten Wahlscheid. Feme ist der Begriff für die mittelalterliche Gerichtsbarkeit.

Der Ort Münchhof liegt ca. 500 m östlich der evangelischen Kirche in Wahlscheid an der Bartholomäusstraße.
"Der Münchhof und die Kirche St. Bartholomäus auf dem Berge: Das war "Alt-Wahlscheid". hier schlug das Herz der Gemeinde," schreibt Otto Treptow(†) als pensionierter Realschulehrer 1994 in einem Artikel für den Lohmarer Stadtanzeiger.
Der Münchhof hieß in einer Urkunde von 1244 noch Meerer Hof, wozu noch einige Höfe in der direkten Umgebung gehörten. Er war Eigentum der Gräfin Hildegund von Meer. Sie stattete im Jahre 1166 als Existenzgrundlage das von ihr gegründete Frauenkloster Meer bei Büderich (Meerbusch) mit Gütern aus. Hierunter fiel auch der Münchhof. Zu dem Hof gehörte die Sankt Bartholomäuskirche. Hof und Kirche waren eine Einheit. Als Pfarrer der Kirche waren ab 1266 über drei Jahrhunderte Mönche des Klosters Steinfeld tätig. Daraus entwickelte sich der Name M(ö)ünchhof. 1718 tauschte das Kloster Meer mit dem Freiherr Bernhard Wilhelm von Bronckorst  den Münchhof gegen den Rittersitz Dyckhof in Büderich. Kurz darauf verstarb der Freiherr, seine Witwe bewohnte den Münchhof noch bis Ende 1730, dann verkaufte sie den Besitz an Johannes Peter Schmitz und Gerhard Wimar Söntgerath aus Seelscheid. Aus der Familie Schmitz erwuchsen drei Bürgermeister für die Bürgermeisterei Wahlscheid: Johannes Balthasar Schmitz (Bürgermeister von 1814 - 1845), Johannes Karl Theodor Balthasar Schmitz (Bürgermeister von 1845 - 1887), Karl Hubert Maximilian Schmitz (Bürgermeister von 1887 - 1923). Der Sitz des Bürgermeisteramtes blieb bis 1923 in Münchhof. Erst 1924 wurde es vom Berg ins Tal in das neu erbaute Bürgermeisteramt an der Wahlscheider Straße verlegt.

Die Geschichte des Münchhofes und der Bürgermeister "Schmitz" sind in dem Dokument (Artikel Lohmarer Stadtanzeiger von Otto Treptow und Lohmarer Heimatblätter 26 von Elisabeth Klein) zusammengefasst.

 

Information

Dokument

Quellenangabe

Lohmarer Stadtanzeiger November 1994

Lohmarer Heimatblätter 26 S. 55 - 60

Wie et fröhe woe Bd 2 S 13, Siegfried Helser

Baudenkmäler der Stadt Lohmar, Horst Hohn und Alexandra Hohn, S. 200 - 202

Autor(en)

Elisabeth Klein, Otto Treptow(†), Wolfgang Röger
Zuletzt angesehen:04.03.2021, 12:45
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