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Ulrather Hof in Siegburg um 1920

Brief / Postkarte  |  1920 - 1929

Der Ulrather Hof befand sich im Lohmarer Wald nahe der Agger auf dem Weg zum Brückberg in Siegburg. Viele Lohmarer waren um 1900 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in den Königlichen Werken, das sind die Preußischen Rüstungsbetriebe Feuerwerkslaboratorium und Geschoßfabrik, auf dem Brückberg beschäftigt und gingen zu Fuß oder fuhren mit dem Fahrrad am „Ulerod“ vorbei zu ihrer Arbeit.
Der Ulrather Hof ist nach seinen Urahnen, den Herren von Ulroide, die schon 1380 ihr Erbe – den Ulrather Hof – verkauften, benannt. Bei einer Steuerschätzung im Jahre 1565 war der Hof schon verfallen. Aus dieser Zeit stammt noch die heutige Ruine, die man an der Autobahnauffahrt nach Bonn rechte Hand sehen kann.
In den 1920er Jahren entstand bei der Ruine ein Waldrestaurant mit großem Gastgarten, das aber nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben und im August 1964 abgerissen wurde, um der Autobahnauffahrt nach Bonn Platz zu machen. (Quelle: Zeitaufnahme, Seite 67, Niederhofen 2007.)
Die Postkarte aus den 1920er Jahren zeigt diese Restauration und nennt Ludwig Finkelberg als Betreiber. Auf einer anderen Postkarte des Ulrather Hofes (hier nicht abgebildet) wird Josef Huhn als Betreiber des Waldrestaurantes genannt.

Information

Dokument

Quellenangabe

Lohmar in alten Zeiten Bd. 2, S. 57

Autor(en)

Hans Dieter Heimig
Zuletzt angesehen:14.04.2021, 12:00
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