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Geber Ortsteil

Der Ort liegt auf dem rechten Steilhang des mittleren Jabachtales, zwi-schen der Jabachtalstraße und der über Haiberg – Kreuzhäuschen – Geber – Breidt – Krahwinkel verlaufenden alten Köln-Siegener Landstraße. Schon 1375 siegelt in einer Urkunde ein Hermann Geiber mit anderen als Geschworener des Hofes zu Lohmar, der dem Cassiusstift zu Bonn gehörte.  Ob Geiber mit Geber gleichzusetzen ist? Ob eine Familie dieses Na-mens der Siedlung den Namen gab? Sicher ist, daß im Jahre 1503 ein „Peter van Gheber und margrit syn huysfrau“ Mitbegründer der Marienbruderschaft in Birk sind. 
Ferner gehören dazu „thysgyn van gheber und metze van gheber“. Am „mayndach na oysteren“ im Jahre 1562 erscheinen „Hinrich pils sonn van gheber und gutgin seyn huisfrau“ vor dem Hofgericht zu Kirchscheid. 
Um diese Zeit besaß die Adelsfamilie Quad zu Isengarten einen Freihof in Geber, der später an die Familie von Lüninck überging. 
Nach dem Pastoratslagerbuch von Lohmar aus dem Jahre 1582 „geben Lohmar Jan, Johannes Kling, voolen henrich und Jannes Schmidt auß geber jährligs zusammen zwey höner an den zeitlichen pastor zu lohmar“. 

In den Jahren 1643/44 wird ein neues Rentund Lagerbuch des Amtes Blankenberg angelegt. Dabei wirkt ein Heinrich Roerich zu Gebar als Geschworener mit.  In den sog. „Limiten“ des Jahres 1644 ist das „Gebahr creutz“ für die Haiberger und die Breidter Honschaft ein gemeinsamer Grenzpunkt. Darin wird auch für das „Dorff Gebahr ein absonderlicher Weidtgangh“ beschrieben und vermerkt, daß Geber „macht und gerechtigkeit auf der Bircher houeen hat“.  In den Heberegistern (Steuer-listen) von 1644 werden gleich 7 Eigentümer zu Gebähr genannt: „Peter Müllers Sohn, Johann Hoppengerdtner, Dreutgen die Schwegersche, Johann Schneider, Heinrich, Dreeß, ferner Hanß under der wagen zu Sygberg wegen gebahrs von seiner antheilgen“. Fast die gleichen Namen erscheinen 1646 im „Verzeichnis der Vogdeien der Breider hontschafft“ u.a. „Heinrich und Diederich gebrüdern zue gebahr, vorhin Johann Heumar“. Dieser Johann Heumar war Dienstmann des Amtes Blankenberg. In den „Erbhuldigungslisten“ des Jahres 1666 finden wir wiederum „zu geber“ die schon erwähnten Namen.

Weitere Schreibweisen finden wir in den Taufbüchern von Lohmar: 1699 Gäbern und 1706 Gebern. Im Wertier und Landmaßbuch der Honschaft Inger aus dem Jahre 1711 werden „Heinrichß erben zu Gebar“ genannt. 1738 im Wertierund Landmaßbuch von Haiberg „Johan Kellershon zu geber“. Weitere Namensbelege: 1715 Jeber , 1790 Jeber , 1807 und 1817 Geber . 

Auf einer Flurkarte von 1822 heißt es jedoch Geeber.

1829 wird Geber als Dorf mit 92 Bewohnern an 21 Feuerstellen bezeich-net. Aber schon 1840 zählte der Ort 129 Einwohner (davon 108 kath. u. 21 evang.). 
Daran können wir erkennen, daß sich noch bis hierhin die Reformation aus den Nachbarpfarreien Seelscheid und Wahlscheid bemerkbar machte. 
Im Jahre 1843 zählte Geber sogar 139 Bewohner in 28 Häusern. 1851 stieg die Zahl der Bewohner auf 150, wahrscheinlich zurückzuführen auf die Grube Noeggerath bei Salgert. 
1872 wohnten 135 Personen in 33 Häusern und 34 Haushaltungen.

Das mundartliche „Jäver“ oder „Jäber“ geht nach Dittmaier auf ein altes „gavir, gabir“ zurück, dessen Bedeutung jedoch unbekannt ist.

Quelle: Siedlungs und Heimatgeschichte der Gemeinde Lohmar von Stud.-Direktor Wilhelm Pape 

 

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