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Salgert Ortsteil

Salgert

bei Geber: Die Siedlung liegt unmittelbar im Westen von Geber am Ab-hang des Hochplateaus zwischen Jabach, Agger und Naaf oberhalb der Gebermühle.

Zur Namensdeutung gilt Ähnliches wie bei Algert. Die Bedeutung des Bestimmungswortes „Sal“ kann vielleicht auf mhd. „sal(guot)“ = „freies, nicht zinsbares erbliches Grundeigentum, Herrengut“ zurückgehen. Von einem solchen Gut ist jedoch in der Geschichte dieser Siedlung nichts zu finden. Deshalb scheint eher die Erklärung zuzutreffen, dass hier das ahd. „sal“ in der Bedeutung von „Wohnung, Haus, das nur aus einem Raum bestehende Gebäude“ vorliegt.

Das im Birker Bruderschaftsbuch aus der Zeit von 1503-1538 genannte Salgerod, und zwar „Johan van salgerod“, bestätigt die Vermutung Dittmaiers, daß Salgert eine gerode-Siedlung sein muss.

In Salgard werden in den Heberegistern von 1644 „Grieß gut und gee-part“ als Abgabepflichtige genannt. Im Verzeichnis der Vogteien aus dem Jahre 1646 erscheinen „Kleins erben und Catharina henseler und consorten zue Salgert.“35 Den Erbhuldigungseid leisten im Jahre 1666 „Klein Jan und Heinrich daselbst“.

In den Limiten der Honschaft Haiberg aus dem Jahre 1644, zu der Salgert gehört, heißt es, daß die „Saigerder Nachparen“ alleine das Vieh in „busch und Velderen“ hüten.37 .

Die Schreibweise Saigart finden wir im Protokollbuch der Kirchscheider Hofgedinge aus dem Jahre 1699: „Ursula zu Salgard modo Diederich zum Seifen hat geliebert 6 frl haber, 10 ½ heller“. Im Vergleich zu anderen Abgaben an den Kirchscheider Hof muß „Ursula zu Saigart“ die Besitzerin eines größeren Hofes zu Seifen (Muchensiefen) gewesen sein.

Weitere Schreibweisen: 1700 Salgert, ebenfalls im Wertier und Landmaßbuch von Haiberg aus dem Jahre 1738 – „petter Kellershon zu Salgert“. 1790 Sahlscheid , 1807 und 1817 Salgert.

Der Ort hatte 1829 25 Bewohner an 6 Feuerstellen. 1840 wohnten 57 Personen an 11 Feuerstellen. Im Jahre 1843 hat Salgert immer noch 42 Bewohner von 6 Wohngebäuden. Auch 1851 werden noch 44 Einwohner gezählt. Dann aber nimmt diese Zahl rapide ab, bis 1871 auf 35 und 1872 sogar auf 28 Personen.41

Der bevölkerungsmäßige Aufschwung dieser Siedlung in der Mitte des 19. Jahrhunderts steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erzgrube Noeggerath, die in der Nähe Salgerts lag und aus der noch 1860 Erze gefördert wurden.

 

Quelle: Siedlungs und Heimatgeschichte der Gemeinde Lohmar von Stud.-Direktor Wilhelm Pape

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