Scheiderhöhe
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1900
- 1938 Die Bilderdokumentation kommt aus dem Fundus von Eva-Maria Neumann vom "Artelier EMN" in der Altenratherstraße in Lohmar. Sie hat die Bildserie, die in einem kleinen Bilderkarton verpackt ist, im August 2020 dem Archiv des HGV Lohmar übergeben. Wer… Die Bilderdokumentation kommt aus dem Fundus von Eva-Maria Neumann vom "Artelier EMN" in der Altenratherstraße in Lohmar. Sie hat die Bildserie, die in einem kleinen Bilderkarton verpackt ist, im August 2020 dem Archiv des HGV Lohmar übergeben. Wer diese Bilderserie aufgegelegt und vertrieben hat ist nicht bekannt. Ebenso ist das Erscheinungsdatum nicht bekannt. Der Zweck dieser Auflage ist auf der Rückseite der Verpackung beschrieben. " Was einst war und was einst geschah, sind Stationen auf dem Weg zu uns. Schaun wir also dankbar zurück und damit zugleich über unsere Gegenwart hinaus in eine Zukunft, die wir selber mitgestalten und mitzuverantworten haben." |
Bilder
Die Scheiderhöher Straße, der Ortskern von Scheiderhöhe etwa Ende der 1930er Jahre. Die lange Zeit sogenannte „Freiheit Scheiderhöhe“ unterstand dem Amt Porz (Freiheit bedeutet Immunität = Schutz, deutet auf die Art der Gerichtsbarkeit hin) und gehörte lange Zeit zum Kirchspiel Altenrath sowie mit dem südöstlichen Teil der Gemeinde zum Kirchspiel Lohmar. Die Ansiedlung in der Form des Straßendorfs war ursprünglich ländlich orientiert.
Das Haus Nr. 4, der „Gasthof Weeg“ mit Saal, Inhaber Hugo Weeg (später Faßbender), ist heute das renommierte Speiselokal „Gasthaus Scheiderhöhe“, Scheiderhöher Straße 49, Inhaber Rolf Schütte. Die Aufnahme zeigt das traufständige Fachwerkhaus mit riesiger Rosskastanie und Außengastronomie etwa um 1940.
Das Foto, das nach 1913 entstanden sein muss, zeigt die Kirche Scheiderhöhe kurz nach der Einweihung der Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“. 1911 wurde der Grundstein zum Bau der heutigen einschiffigen, neuromanischen Pfarrkirche gelegt. Trotz des am 24.2.1912 wegen fehlerhafter Mauerarbeiten erfolgten Einsturzes des bereits 19 Meter hoch aufgemauerten Kirchturmes wurde die Pfarrkirche zügig fertiggestellt. Die Einweihungsfeier konnte am 29.1.1913 stattfinden. Die neue, weit ins Bergische Land, in die Aggerebene schauende Pfarrkirche, von der nördlichen Seite aus gesehen, war unmittelbar neben der inzwischen bis auf das Chor und Teile der Sakristei abgerissen Kapelle „Heilig Kreuz“ errichtet worden. Der teilweise Abbruch, der inzwischen 113 Jahre alten Kapelle, fand 1926 statt. Auf dem freien Feld ist heute das Pfarrheim errichtet worden.
1803 errichtete man in Scheiderhöhe eine Kapelle zum „Heilig Kreuz“, die 1805 geweiht wurde und 1866 nach der Pfarrerhebung als Pfarrkirche diente. 1911 wurde der Grundstein zum Bau der heutigen einschiffigen, neuromanischen Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ gelegt, deren Einweihungsfeier 1913 stattfand. Die alte Kapelle wurde 1926 bis auf den Chor und Teile der Sakristei niedergelegt. Diese sind zu dem auf dem Foto der 1950er Jahre ersichtlichen Kriegerdenkmal für die Toten beider Weltkriege ausgebaut worden. Das Ehrenmal fand seine Einweihung am 13.10.1929.
Das Foto zeigt als zweites Haus der alten Scheiderstraße von links das giebel- und traufeständige Haus Nr. 4 des Gasthofes Heinrich Weeg mit Saal (später Faßbender) vor rund 100 Jahren. Rechts das queraufgeschlossene Haus ist das alte Schul- und Küsterhaus. Darüber hinaus schaut die Laterne des Glockenturms der Pfarrkapelle „Heilig Kreuz“ hervor. Die neue, weit ins bergische Land, in die Aggerebene schauende Pfarrkirche von 1913, war noch nicht erbaut. Auf dem freien Feld vor dem Schulbau ist die Firma ABS-Pumpen errichtet worden.
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