Straßenbau
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Dokumente
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2004
- 2006 Nicht nur wegen der Corona Pandemie findet seit 2019 bis heute (2021) kein Stadtfest auf der Lohmarer Hauptstraße mehr statt. Am 21. Mai 2006 wurde mit einem großen Frühlingsfest „Unter den Linden“ die Fertigstellung der neuen Shopping- und... Nicht nur wegen der Corona Pandemie findet seit 2019 bis heute (2021) kein Stadtfest auf der Lohmarer Hauptstraße mehr statt. Am 21. Mai 2006 wurde mit einem großen Frühlingsfest „Unter den Linden“ die Fertigstellung der neuen Shopping- und Flaniermeile gefeiert. Viele tausend Besucher erlebten ein großes Stadtfest mit vielen Attraktionen aus Lohmar und dem Höhepunkt auf der großen Bühne mit den Klostertalern, einer Musikgruppe aus dem österreichischen Voralberg. Der erste Spatenstich zum Umbau der Hauptstraße war nur drei Wochen nach der Eröffnung der Ortsumgehung Lohmar am 21.Juni 2004 erfolgt. Am 27. November 2005 wurde der 98. Lindenbaum gepflanzt und im Februar 2006 mit den letzten Fahrbahnmarkierungen die Umbaumaßnahme abgeschlossen. Die Ereignisse hat Jürgen Morich 2006 in einem Artikel für die Lohmarer Heimatblätter festgehalten, siehe Dokument.
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9. Dezember 1927
Die Lindenallee der Hauptstraße in Wahlscheid war sicher eine der schönsten in unserer Region. Sie war ein grünes Band zwischen den alten Weilern Auelerhof, Fließengarten, Aggerhof und Müllerhof. Sie prägte den Luftkurort Wahlscheid. Sie war Teil der... Die Lindenallee der Hauptstraße in Wahlscheid war sicher eine der schönsten in unserer Region. Sie war ein grünes Band zwischen den alten Weilern Auelerhof, Fließengarten, Aggerhof und Müllerhof. Sie prägte den Luftkurort Wahlscheid. Sie war Teil der Chaussee Siegburg – Overath, die 1845 gebaut wurde. Vorher verlief die Straße von der Furt durch die Agger in Höhe des alten Pumpenhäuschen im Auelerhof über den Heiligenstock zum Müllerhof. Erst Ende der 20er Jahre pflasterte man die Hauptstraße wegen der starken Staubentwicklung durch den zunehmenden Autoverkehr mit Basaltsteinen. Auf der linken Bildseite sieht man hinter „Haus Olga“, einer Dependance des Hotels Auelerhof, das neue Bürgermeisteramt von Wahlscheid. Beide Häuser wurden 1924 von der Bauunternehmung Lindenberg aus Hoffnungsthal gebaut, die noch heute besteht. |
Bilder
In den 1920er Jahren setzte mit der Motorisierungswelle der Straßen/ Wegebau ein. Beim Bau größerer Straßen wurden Unternehmen (z.B. die Firma Lindenberg, Hoffnungsthal) beauftragt. Mit den Straßen kam der Wohlstand. Die Wahlscheider – insbesondere die abseits der Chaussee und der Eisenbahnlinie Wohnenden – hatten erkannt, dass mit einer besseren Verkehrsverbindung auch der Wohlstand stieg. Einerseits brauchten die landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Butter, Eier und Käse nicht mehr in mühsamen Fußmärschen über holprige Wege in die Stadt geschleppt zu werden; andererseits kamen die Städter zur Erholung auf das Land und ließen dort ihr Geld.
In den 1920er und 30er Jahren, als die Arbeitslosenzahlen sehr hoch waren, ließ Bürgermeister Max Koch viele Wege im Rahmen der von der Regierung bezuschussten „Notstandsarbeiten“, unter Beschäftigung von Arbeitslosen, bauen. Die Bauern, die einen Vorteil von dem anzulegenden Weg hatten, mussten mit ihren Zugtieren „Spanndienst“ (im Volksmund auch „Wäächdaach“ (Wegetag) genannt) leisten. Nichtbauern hatten ihre Muskelkraft zur Verfügung zu stellen. Die Arbeitsstundenzahl war auf dem Steuerzettel vermerkt. Viele Männer aus der Gemeinde konnten in dieser Zeit mit ihrer Arbeit beim Straßenbau die Erträge aus der kleinen „Buurschaft“ etwas aufbessem. Die Steine für den Unterbau des Weges brach man meist in nahen Steinbrüchen. Viele kleine – inzwischen meist zugewachsene – Steinbrüche sind noch heute erkennbar. Das Steinmaterial, das die hiesigen Steinbrüche hergaben, bestand überwiegend aus Grauwacke. Detonationen, ausgelöst durch die Sprengungen in den Steinbrüchen, waren damals etwas Alltägliches. Mühsam wurden in Handarbeit die Löcher für die Sprengladungen in die Felsen gebohrt. Die Arbeit im Steinbrach war eine „Plackerei“ (Schinderei). Mit einem „Henkelmann“ (Essenstopf mit Henkel) gingen die Männer morgens aus dem Haus. Mit „Hack un Schopp dät mer sich avmurkse“ (abrackem). Ein Zeitzeuge Karl Oberdörster, Schönenberg: "1923 wurde die Straße Heiligenstock („Schnorrenberg“) nach Schönenberg gebaut. Die Steine für den Unterbau der Straße (Packlage) brach man im Steinbruch am „Pastuurschloch“. Über den „Scheefer Bärch“ (Schiefer Berg) transportierte man das Steinmaterial mit einer Seilwinde".
Die Trasse der Lohmarer Hauptstraße wurde 1845 beim Bau der Provinzialstraße angelegt. Bis dahin war die Hauptverbindung Siegburg - Lohmar die „Alte Lohmarer Straße“, die in Höhe des Nordfriedhofs durch den Lohmarer Wald über die Bachstraße und den Mühlenweg führte und kurz vor dem Jabach am Ortsende von Lohmar auf die jetzige Straße mündete. Um 1900 war die Hauptstraße als Schotterstraße mit einer Breite von 6 m angelegt. Der zunehmende Verkehr brachte für die Bewohner erhebliche Staubbelästigungen mit sich.1929 wurde die Strecke gepflastert. Sie bestimmte bis in die 1960er Jahre das Bild des Ortes. In den Jahren 1962 – 1964 erfolgte ein Totalausbau mit einer ca. 10 m breiten Fahrbahn und einer stabilen Asphalt- bzw. Schwarzdecke.
Begebenheiten
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2011
- 2014 Die Wahlscheider Straße, früher Hauptstraße war ein Teil der Chaussee Siegburg – Overath, die 1845 gebaut wurde. Ende der 1920er Jahre pflasterte man die Hauptstraße wegen der starken Staubentwicklung durch den zunehmenden Autoverkehr mit... Die Wahlscheider Straße, früher Hauptstraße war ein Teil der Chaussee Siegburg – Overath, die 1845 gebaut wurde. Ende der 1920er Jahre pflasterte man die Hauptstraße wegen der starken Staubentwicklung durch den zunehmenden Autoverkehr mit Basaltsteinen. Mitte der 1960er fielen die Lindenbäume der Kanalisierung der Hauptstraße zum Opfer und man ersetzte das Basaltpflaster durch eine Teerdecke. Nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 1969 wurde die Hauptstraße in „Wahlscheider Straße“ umbenannt. In den Jahren 2011 – 2014 wurde die Wahlscheider Straße grundlegend umgebaut. Vorausgegangen waren über Jahre immer wieder Diskussionen in der Kommunalpolitik über Sanierungsmaßnahmen, weil die Straße sich in einem ziemlich maroden Zustand befand. Wegen drohender Erschließungsbeiträge für die Anwohner wurden keine Entscheidungen getroffen. Erst als sich 2008 die Stadt entschied, ein Entwicklungskonzept „wahlscheid: 2021“ aufzustellen, wurde in Werkstattgesprächen mit reger Bürgerbeteiligung eine Lösung gefunden. Mit einem durchgehenden Radweg auf der östlichen Fahrbahnseite und der Einstufung als „verkehrwichtige innerörtliche Straße“ wurde eine Landesförderung (70 %) ermöglicht und die Anlieger mussten keine Beiträge zahlen. Die Baukosten beliefen sich auf 4,5 Millionen Euro. Aufgrund der begrenzten Breite der öffentlichen Fläche von 11,50 m – 13,50 m mussten Kompromisse her. Die ursprüngliche Fahrbahnbreite von 5,50 m wurde beibehalten. Zur Verkehrsberuhigung wurden sieben Fahrbahneinengungen geschaffen. Die Anzahl der Parkplätze stieg gering von 30 auf 31. Als Straßenbäume wurden Lindenbäume gepflanzt. Zur Verbindung des Radweges mit dem Radweg an der B 484 wurde die Aggerbrücke um 3 Meter verbreitert mit einer blockverleimten Fichtenholzkonstruktion und Querträgern aus Stahl.
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