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Ökumenisches Gedenken an die Breuer Brüder auf Gut Windlöck

Begebenheit  |  23. Mai 2026
Erstmals wurde die Waldbühne von Windlöck in großem Stil bespielt. Gastgeberin Tatjana von la Valette begrüßte die zahlreichen Gäste, die es sich auf den Bierzeltbänken im Schatten der Scheune bequem gemacht hatten.
Erstmals wurde die Waldbühne von Windlöck in großem Stil bespielt. Gastgeberin Tatjana von la Valette begrüßte die zahlreichen Gäste, die es sich auf den Bierzeltbänken im Schatten der Scheune bequem gemacht hatten.
Ulrike Clever organisierte für die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel das Event zu Ehren der Breuer-Brüder. Sie moderierte die Veranstaltung und berichtete aus dem Leben von Adam Joseph Breuer. (Foto Axel Friedrich)
Ulrike Clever organisierte für die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel das Event zu Ehren der Breuer-Brüder. Sie moderierte die Veranstaltung und berichtete aus dem Leben von Adam Joseph Breuer. (Foto Axel Friedrich)
Nachfahren Breuer und Kirchenvertreter: Vl: Pfarrer Dieter Scharf (St. Johannes, Lohmar), Pastorin Barbara Brill-Pflümer (Ev. Kirche Honrath, Emmaus-Gemeinde),Hui von Kalm, Pastor Thomas Weckbecker (Ev. Kirche Wahlscheid), Thomas Kaut, Carola Schlotmann, Dr. Regina Schmitz-Kollwitz, Thomas Taxacher, Pfarrer am Altenberger Dom, Esther Dufner, Tatjana von la Valette
Nachfahren Breuer und Kirchenvertreter: Vl: Pfarrer Dieter Scharf (St. Johannes, Lohmar), Pastorin Barbara Brill-Pflümer (Ev. Kirche Honrath, Emmaus-Gemeinde),Hui von Kalm, Pastor Thomas Weckbecker (Ev. Kirche Wahlscheid), Thomas Kaut, Carola Schlotmann, Dr. Regina Schmitz-Kollwitz, Thomas Taxacher, Pfarrer am Altenberger Dom, Esther Dufner, Tatjana von la Valette
Esther Dufner kennt sich bestens mit dem Leben von Johann Gregor Breuer aus. Als Referentin des Kolping-Diözesanverbandes Köln hat 2021 seinen 200-jährigen Geburtstag in Wuppertal ausgerichtet.
Esther Dufner kennt sich bestens mit dem Leben von Johann Gregor Breuer aus. Als Referentin des Kolping-Diözesanverbandes Köln hat 2021 seinen 200-jährigen Geburtstag in Wuppertal ausgerichtet.
Tatjana von la Valette enthüllte das neue Wanderpfad-Hinweisschild. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Wahlscheid/Aggertal e.V. hatte den beliebten Wanderweg zwischen Schloss Auel und Windlöck  mit neuen Hinweisschildern versehen, die ihn jetzt als „Johann-Gregor-Breuer-Pfad“ ausweisen. Mit großer Sicherheit haben Adam Joseph und Johann Gregor Breuer diesen Weg oft beschritten.
Tatjana von la Valette enthüllte das neue Wanderpfad-Hinweisschild. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Wahlscheid/Aggertal e.V. hatte den beliebten Wanderweg zwischen Schloss Auel und Windlöck mit neuen Hinweisschildern versehen, die ihn jetzt als „Johann-Gregor-Breuer-Pfad“ ausweisen. Mit großer Sicherheit haben Adam Joseph und Johann Gregor Breuer diesen Weg oft beschritten.
Alle Geistlichen mit der Gastgeberin bei der Einweihung des Wanderpfades.
Alle Geistlichen mit der Gastgeberin bei der Einweihung des Wanderpfades.
Lohmars Bürgermeister Matthias Schmitz lüftet mit Tatjana von la Valette die neue Gedenktafel für die Breuer-Brüder an der Scheune von Windlöck, die die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel errichtet hat.
Lohmars Bürgermeister Matthias Schmitz lüftet mit Tatjana von la Valette die neue Gedenktafel für die Breuer-Brüder an der Scheune von Windlöck, die die Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel errichtet hat.
Gedenktafel
Gedenktafel
Letzte Impulsstation unter Anleitung von Pastor Thomas Weckbecker
Letzte Impulsstation unter Anleitung von Pastor Thomas Weckbecker
Die Naafbachtaler Stubenhocker in kleiner Besetzung: Reinhild Friedrich (Violine und Gesang), Axel Friedrich (Akkordeon und Gesang) sowie Uwe Kelter (Tuba). Mit ihrer Begeisterung für Volksmusik und kölsche Töne werten sie jedes Fest zu einem rhythmischen Vergnügen auf. Für das Breuer-Gedenken haben sie ihr Repertoire um Stücke aus dem Gesellenliederbuch von Johann Gregor Breuer sowie um Volkslieder der damaligen Zeit erweitert.
Die Naafbachtaler Stubenhocker in kleiner Besetzung: Reinhild Friedrich (Violine und Gesang), Axel Friedrich (Akkordeon und Gesang) sowie Uwe Kelter (Tuba). Mit ihrer Begeisterung für Volksmusik und kölsche Töne werten sie jedes Fest zu einem rhythmischen Vergnügen auf. Für das Breuer-Gedenken haben sie ihr Repertoire um Stücke aus dem Gesellenliederbuch von Johann Gregor Breuer sowie um Volkslieder der damaligen Zeit erweitert.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein kamen rund 60 Interessierte auf den historischen Hof Windlöck in Lohmar, um der Brüder Johann Gregor und Adam Joseph Breuer zu gedenken. Die Dorfgemeinschaft Neuhonrath & Auel hatte zu einer ökumenischen Feier mit Vorträgen, Volksmusik, der Taufe des neuen Johann-Gregor-Breuer-Pfads und der Enthüllung einer Gedenktafel eingeladen.

Johann Gregor Breuer (1821-1897) wuchs in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Neuhonrath und Auel auf, hier gründete er seinen ersten karitativen Verein und setzte seine Tätigkeit später in Elberfeld fort, wo er u.a. den ersten Gesellenverein, die Keimzelle des Kolpingwerks gründete. Sein 15-Jahre älterer Bruder Adam Joseph Breuer (1806-1892) war zunächst Hauslehrer auf Schloss Auel und wechselte dann als Hauptlehrer an die Dorfschule Neuhonrath. Wie damals üblich, war er zusätzlich Küster von Sankt Mariä Himmelfahrt in Neuhonrath. Nach dem frühen Tod der Mutter kümmerte sich der ältere Breuer um seinen später bekannt gewordenen kleinen Bruder und sorgte für Kost, Logi und seine geistige wie weltliche Bildung. Er ebnete ihm den Weg in den Lehrerberuf.

In kurzen, illustrierten Beiträgen wurde das Leben der beiden Pädagogen vorgestellt, die in der Frühzeit der Industrialisierung die soziale Not der Menschen sahen und Bildung, Gemeinschaft und christliche Nächstenliebe als Weg aus dem Elend verstanden. Johann Gregor Breuer brachte junge Menschen über Volksmusik, gemeinsames Singen und Chöre zusammen – ein Ansatz, der ihnen Halt, Bildung und Gemeinschaft bot. Sein älterer Bruder Adam Joseph erkannte früh das besondere Potential des Jüngeren und förderte ihn entscheidend. Aus dieser Förderung erwuchs später die Gründung der Ökumenisches Gedenken mit fünf Geistlichen. Die Feier wurde getragen von einem breiten ökumenischen Miteinander, ganz so, wie sich das Kolpingwerk inzwischen konfessionell geöffnet hat. Mitgewirkt haben alle drei Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Altgemeinde Wahlscheid und sogar der leitende Pfarrer des Bergischen Domes war vor Ort:

  • Pfarrer Dieter Scharf, Kath. Kirche St. Johannes Lohmar,
  • Pfarrer Francis Kaviyil, Kath. Kirche St. Johannes Lohmar 
  • Pastorin Barbara Brill-Pflümer, Ev. Kirche Honrath, Emmaus-Gemeinde,
  • Thomas Weckbecker, Ev. Kirche Wahlscheid,
  • Pastor Pfarrer Thomas Taxacher, leitender Pfarrer der Pastoralen Einheit Altenberg und Pfarrer am Altenberger Dom – zugleich direkter Nachfahre von Johann Gregor Breuer.                                                                                                                   

Die Sprecherinnen des Nachmittags waren: 
•    Tatjana von la Valette, Besitzerin von Schloss Auel und Bewohnerin von Hof Windlöck (Begrüßung, Führung in den Kolpingwald) 
•    Esther Dufner, Referentin des Kolping-Diözesanverbandes Köln für geistliche Leitung und Praxisbegleitung (Vorträge zu Johann Gregor Breuer & Kolpingwerk) 
•    Ulrike Clever, Geschäftsführerin des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Wahlscheid/Aggertal e.V. und Sprecherin der Dorfgemeinschaft Neuhonrath & Auel (Moderation & Vortrag zu Adam Joseph Breuer, dem älteren Bruder) 
Für die musikalische Gestaltung sorgten die Naafbachtaler Stubenhocker mit Axel und Reinhild Friedrich. Beide hatten aus dem von Johann Gregor Breuer herausgegebenen „Gesellenliederbuch“ mehrere Stücke ausgewählt und sie mit passenden, damals weit verbreiteten Volksliedern ergänzt. Stimmlich wie instrumental brachten sie diese eindrucksvoll zu Gehör. Dank der ausgelegten Liederhefte konnten alle Anwesenden einstimmen – und machten davon gerne Gebrauch. Organisatorin und Moderatorin Ulrike Clever, die durch den Nachmittag führte, erinnerte daran, dass der Volksgesang einst viel stärker zum Alltag gehörte, in einer Zeit ohne Radio, MP3-Player oder Smartphones. Die Menschen sangen bei der Arbeit, aus Glauben, zu Festen und sehr viel mehr im täglichen Leben. Gesang bedeutete Lebensfreude, spendete Trost, stärkte das Selbstbewusstsein und vertrieb Einsamkeit. Diese Kraft der Volksmusik nutzte Johann Gregor Breuer, um junge Menschen zu erreichen, sie in Gemeinschaft zu führen und ihnen Bildung und Halt zu geben. 
Heraus kam: Ein starkes Zeichen lokaler Erinnerungskultur.

Mit der Enthüllung der Gedenktafel der Dorfgemeinschaft Neuhonrath + Auel und der Taufe des neuen Wanderpfads, den die AG der Bänker im Verkehrs- und Verschönerungsverein Wahlscheid/Aggertal e.V. eingerichtet hat, wurde das Wirken der Breuer-Brüder sichtbar im Landschaftsbild verankert – dort, wo ihr gemeinsamer Weg in Neuhonrath und Auel einst begann. 
 
   

 

 

Information

Quellenangabe

Pressemitteilung Dorfgemeinschaft Neuhonrath +  Auel vom 25.05.2026

Fotoarchiv Ulrike Clever

Autor(en)

Ulrike Clever
Zuletzt angesehen:14.08.2026, 18:48
Bisher angesehen:72 mal

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Windlöck vom Golfplatz aus gesehen, 2023
Restauration Gut Windlöck

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