Eine Nachlese zu Erinnerungen an ein kleines Paradies an der Lohmarer Hauptsraße
Das Exponat „Erinnerungen an ein kleines Paradies an der Lohmarer Hauptstraße“ enthält ein Stück Familiengeschichte der Kölner Familie Rohloff (siehe Querverweise). Am 20.09.2026 erhielt der Heimatverein hierzu eine Email von Albert Rohloff:
„….mit Interesse und viel Freude habe ich Ihren Beitrag über das Holzhaus der Familie Rohloff in Lohmar an der Hauptstraße gelesen. Zu Ihrer Orientierung: Ich bin das Heinzelmännchen auf den Kinderkarnevalsbild im Schnee. Genauer: Mein Name ist Albert Rohloff, ich bin der Bruder von Cornelia Lewerentz, die Sie in dem Artikel ja auch erwähnt haben.
Nun bin ich einfach mal so frei, Sie darauf hinzuweisen, dass ich ein Buch über die schillernde Persönlichkeit meines Großvaters – auch Albert Rohloff – geschrieben habe. Ich habe ihn darin allerdings Konrad genannt, und das Buch erhebt keinen Anspruch auf historische Genauigkeit. Vielmehr ging es mir um die ambivalente Lebensgeschichte eines Patriarchen, der Fluch und Segen für eine Familie war. Seine durchaus eigennützigen Entscheidungen führten zu einer Dreiecksbeziehung, die ihre Zeit weit voraus war. Bis heute aber hat sie Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Familie.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es in Ihrem Online-Magazin Erwähnung fände. Dabei können Sie dieses Schreiben gerne verwenden.
Mit den besten Grüßen an die Gemeinde meiner Kindheit
Albert Rohloff“
Der Buchtitel heißt „Konrad - Da geht der Mann mit den zwei Frauen“ https://amzn.eu/d/0hc1PTbq; https://amzn.eu/d/06CW17g2. Die Kurzbeschreibung des Buchinhalts lautet:
Eine ambivalente Persönlichkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Fluch und Segen zugleich für seine Familie. Kaufmännisches Geschick, Treulosigkeit, Familiensinn, Rücksichtslosigkeit.
Information
Quellenangabe
Bilder und Informationen von Albert Rohloff
Lohmarer Heimatblätter Nr. 32 S. 103
Autor(en)
Wolfgang Röger| Zuletzt angesehen: | 07.10.2026, 19:29 |
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Querverweise
Zugehörige Dokumente
50 Jahre lang war Lohmar von besonderer Bedeutung für die Kölner Familie Rohloff. Etwa um 1910/15 kaufte Albert Rohloff, der in Köln mit seiner Frau Margarete eine private Handelsschule gegründet hatte, ein großes Grundstück am südlichen Ende der… 50 Jahre lang war Lohmar von besonderer Bedeutung für die Kölner Familie Rohloff. Etwa um 1910/15 kaufte Albert Rohloff, der in Köln mit seiner Frau Margarete eine private Handelsschule gegründet hatte, ein großes Grundstück am südlichen Ende der Hauptstraße als Wochenend- und Altersruhesitz. Am nördlichen rechten Rand des Grünstücks baute er ein Haus im Stil der Gründerzeit, das heute noch steht (Hauptstr. 126). Er nannte es „Alberts Rast“ und ließ den Namen in großen Lettern über den Eingang schreiben. Die Familie reiste am Wochenende mit der Bahn an, und da die Bahntrasse des „Luhmer Grietche“ direkt hinter dem Grundstück verlief, warfen sie in Höhe ihres Grundstücks das Gepäck aus dem Zug, damit sie es nicht vom Bahnhof den langen Weg zurücktragen mussten. Nach Alberts Tod im Jahr 1924 wurde das Grundstück unter seine beiden Söhne Albert und Walter und seiner Tochter Hilde aufgeteilt. Hilde erhielt den von der Straße aus gesehen rechten Teil des Grundstücks mit dem Haus, dass sie 1937 an eine Familie Hoeck verkaufte. Die beiden Söhne errichteten auf den bislang unbebauten Grundstücken Wochenendhäuser. Das Haus von Walter im mittleren Teil des Grundstücks (Hauptstr. 128) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der herrschenden Wohnungsnot zwangsverwaltet. Das Ferienhaus auf dem linken Grundstücksteil (Hauptstr. 130) von Albert Rohloff wurde 1944, als das Haus in Köln im Krieg zerstört wurde, zur Dauerwohnstätte der Familie. Da das ursprüngliche Wochendhäuschen viel zu klein war, wurde es in den 1950er Jahren ausgebaut. Das Grundstück war parkartig angelegt, das Haus stand an der hinteren Grundstücksgrenze. Für die fünf Enkel war es ein Kinderparadies. 1960 übernahmen Sohn Gerd Rohloff und seine Frau Christel mit ihren drei Kindern Cornelia, Barbara und Albert das Haus. Als 1961 die alte gepflasterte mit Linden gesäumte Hauptstraße verbreitert wurde, verlor das Grundstück nach und nach seinen Charme für die Familie Rohloff. Die Autobahn wurde immer lauter und die Firma Walterscheid expandierte und rückte näher. Schließlich wurde 1966/67 das Grundstück an die Eheleute Doris und Dieter Zibell verkauft. Sie bauten 1968 vor das Wohnhaus eine BP-Tankstelle mit anschließender Werkstatt. 1986 wurde Herr Büchling neuer Eigentümer, ließ Haus und Tankstelle abreißen und errichtete einen neuen Tankstellenkomplex. Cornelia Lewerenz (geb. Rohloff) hat ihre Kindheitserinnerungen für die Lohmarer Heimatblätter 2018 festgehalten und Gerd Streichardt berichtet über ein Wochendhaus an der Hauptstraße, siehe Dokument.
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