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Gedenken an Maria Hohn - Euthanasieopfer 1942

Bild  |  2026
Gedenktafel an der ev. Bartholomäuskirche
Gedenktafel an der ev. Bartholomäuskirche
Gedenktafel und Kriegerdenkmal an der ev. Bartholomäuskirche
Gedenktafel und Kriegerdenkmal an der ev. Bartholomäuskirche
Anlage zum Bürgerantrag "Maria Hohn Weg"
Anlage zum Bürgerantrag "Maria Hohn Weg"
Familie Hohn in Mackenbach ca. 1916. Oben rechts Maria Hohn, vor ihr mit langer Pfeife Ehemann Daniel Hohn.
Familie Hohn in Mackenbach ca. 1916. Oben rechts Maria Hohn, vor ihr mit langer Pfeife Ehemann Daniel Hohn.
Original "Hohns Daniel" (rechts) mit Bruder Hugo in den 1930er Jahren. Vater und Opa waren Schornsteinfegermeister. Von ca 1840 bis 1900 lag die Reinigung der Schornsteine in Wahlscheid und Umgebung in deren Händen.
Original "Hohns Daniel" (rechts) mit Bruder Hugo in den 1930er Jahren. Vater und Opa waren Schornsteinfegermeister. Von ca 1840 bis 1900 lag die Reinigung der Schornsteine in Wahlscheid und Umgebung in deren Händen.
Münchhofer Straße, Einmündung Katharinenbach im Juni 2026 - zukünftig Maria-Hohn-Weg
Münchhofer Straße, Einmündung Katharinenbach im Juni 2026 - zukünftig Maria-Hohn-Weg
Zukünftiger Maria Hohn Weg siehe roter Pfeil
Zukünftiger Maria Hohn Weg siehe roter Pfeil


In der Nazi-Zeit zwischen 1942 und 1945 starben in der Tötungsanstalt Hadamar 20 Frauen aus dem Rhein Sieg Kreis. Darunter auch Maria Hohn aus Wahlscheid. Als Todesursache wurde Entkräftung und Herzschwäche angegeben. Tatsächlich wurde Maria Hohn ermordet. Ihr wurde das Euthanasie-Programm der Nazis zum Verhängnis. Vermutlich durch eine Hirnhautentzündung hatte Maria ihr Hörvermögen verloren und erkrankte schließlich an Schizophrenie. 1927 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt in Bonn und später in die Heil- und Pflegeanstalt Kloster Zülpich- Hoven aufgenommen. Am 18. August 1942 wurde sie in die Tötungsanstalt nach Hadamar – heute eine Euthanasie Gedenkstätte in Hessen – abtransportiert und verstarb dort am 2. März 1942.
Maria Hohn hatte 1906 als Dienstmagd Daniel Hohn aus Mackenbach, ein Wahlscheider Original geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos.
Zur Erinnerung an das „Euthanasie“-Verbrechen soll auf Initiative des evangelischen Pfarrers Thomas Weckbecker, des ehemaligen Realschullehrers Werner Reuther und des Fotokünstlers Herbert Döring-Spengler ein Straßenabschnitt in Wahlscheid als Maria -Hohn-Weg benannt werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Ausschuss für Bauen und Infrastruktur am 21. Mai 2026 auf einen Bürgerantrag hin einstimmig gefasst. An der evangelischen Kirche „St. Bartholomäus auf dem Berge“ wurde bereits eine Gedenktafel aufgestellt.

 

Information

Quellenangabe

Ratsinformationsystem Stadt Lohmar

Kölner Stadtanzeiger vom 5.6.2026 "Erinnerung an den Mord von Maria Hohn"

Siegfried Helser, Wie et fröhe woe, Bd.I, 1992


Zuletzt angesehen:16.07.2026, 07:15
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