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Halver Hahn und Röggelchen - eine Lohmarer Angelegenheit

Dokument  |  2001
Hännes Höndgesberg vom Knippen/Kieselhöhe, geb. 1882, überlieferte ein angebliches Erlebnis seines Urgroßvaters, dass vielleicht zur Erfindung des Halven Hahn führte.
Hännes Höndgesberg vom Knippen/Kieselhöhe, geb. 1882, überlieferte ein angebliches Erlebnis seines Urgroßvaters, dass vielleicht zur Erfindung des Halven Hahn führte.
Brauhaus Lölgen an der Hohe Pforte 8 in Köln, von wo aus der Halve Hahn die Runde machte.
Brauhaus Lölgen an der Hohe Pforte 8 in Köln, von wo aus der Halve Hahn die Runde machte.
Steinhauerhäuschen, Blick aus Richtung B 484 im November 2026. Das Fachwerkhaus war vermutlich das Geburtshaus von Willy Vierkötter
Steinhauerhäuschen, Blick aus Richtung B 484 im November 2026. Das Fachwerkhaus war vermutlich das Geburtshaus von Willy Vierkötter
Karte Tranchot 1801 - 1821
Quelle: Geoportal NRW
Karte Tranchot 1801 - 1821
Quelle: Geoportal NRW
Halven Hahn
Quelle: © Superbass  CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)
Halven Hahn
Quelle: © Superbass CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)
Autor Johannes Heinrich (Hannsheinz) Kliesen war bekannt für seine teils humorigen, aber auch ernst zunehmenden heimatgeschichtlichen Beiträge. Er ist  am 4. Juli 2017 mit 93 Jahren verstorben.
Autor Johannes Heinrich (Hannsheinz) Kliesen war bekannt für seine teils humorigen, aber auch ernst zunehmenden heimatgeschichtlichen Beiträge. Er ist am 4. Juli 2017 mit 93 Jahren verstorben.

Die Entscheidung der Kölner Früh-Brauerei bei der kölschen Kultspeise "Halve Hahn" das klassische Röggelchen durch 2 Scheiben Brot zu ersetzen, stößt in Köln auf helle Empörung. In großer Schlagzeile titelte der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe am 31.10.2026 „Früh übt sich im Traditionsbruch“. Der Halve Hahn – bestehend aus einem Roggenbrötchen (Röggelchen), einer dicken Scheibe mittelaltem Gouda, Senf, Zwiebelringen und etwas Butter –  ist  kulinarisches Kulturgut und gilt als Stück rheinischer Identität und Brauhauskultur.

Auch die Lohmarer hätten allen Grund sich gegen die Trennung von Röggelchen und Halven Hahn zu wehren. Ein Witzbold aus Kreuznaaf soll nämlich den Halven Hahn erfunden haben, möglicherweise inspiriert durch eine Überlieferung des Erlebnisses des Fuhrmann Johann Höndgesberg vom Griesberg (Kieselhöhe) kurz nach 1800, als er von einem französischen Wachsoldaten bei einer Lieferung zum Markt in Köln kontrolliert wurde. Johann Wilhelm (Willy) Vierkötter, geboren 1841 in Steinhauerhäuschen bei Kreuznaaf schrieb 1913 einen Leserbrief an das „Kölner Tageblatt“, in dem er berichtete , dass er auf einer Geburtstagsfeier 1877 im Kölner Brauerei Lölgen seinen Gästen anstatt des angekündigten halben Hähnchen Roggenbrötchen mit Käse servieren ließ und von da aus der Halve Hahn zur kulinarischen Tradition Kölns wurde. Der 2017 verstorbene Heimatkundler Johann Heinrich Kliesen hat in seinem Artikel „Witzbold aus Kreuznaaf erfand 1877 den berühmten Kölschen Halven Hahn“ die Geschichte aufbereitet und 2001 in den Lohmarer Heimatblättern festgehalten.

Information

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Quellenangabe

Lohmarer Heimatblätter Nr.15 - 2001 - S. 118 -119

Wikipedia

Kölner Stadtanzeiger vom 31.10.2026

Fotoarchiv Röger

Autor(en)

Johannes Heinrich Kliesen
Zuletzt angesehen:02.11.2026, 10:51
Bisher angesehen:16 mal

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Steinhauerhäuschen

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