Denkmale, Funde, Wegekreuze
Enthaltene Objekte
Dokumente
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1925
- 2015 Zur Erinnerung an die Kriegstoten und Gewaltopfer aller Nationen wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag der Volktrauertag begangen. Seit 1922 ist er ein staatlicher Gedenktag. In der Nazi-Zeit wurde er als "Heldengedenktag"… Zur Erinnerung an die Kriegstoten und Gewaltopfer aller Nationen wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag der Volktrauertag begangen. Seit 1922 ist er ein staatlicher Gedenktag. In der Nazi-Zeit wurde er als "Heldengedenktag" gefeiert. Öffentliche Gedenkstätten stehen sowohl in Lohmar als auch in Birk und in Wahlscheid. Auf dem Lohmarer Friedhof liegt ein Kriegsgräberfeld mit 32 Toten des zweiten Weltkrieges. Eine Gedenktafel schildert die Kriegsereignisse und persönlichen Schicksale. Die Einweihung der Gedenktafel am 23. 3. 2012 hat Dieter Monschauer von agger.tv in einem Film festgehalten:https://www.youtube.com/watch?v=wmqKB5otun0 Am östlichen Friedhofstor in Lohmar erinnert ein Denkmal außerhalb der Friedhofsmauer an die Gefallenen des ersten Weltkrieges und eine schlichte Stele innerhalb der Friedhofsmauer an die toten Lohmarer Soldaten des zweiten Weltkrieges. In Birk steht ein Mahnmal in der Straße "Auf der Löh" und in Wahlscheid erinnert eine Gedenstätte neben dem Portal der evangelischen Kirche an die Kriegstoten des ersten Weltkrieges und ein Erinnerungsstein an der Wahlscheider Straße an die Toten nach dem amerikanischen Fliegerangriff auf den Munitionszug im Wahlscheider Bahnhof am 15 Februar 1945. Berichte in den Lohmarer Heimatblättern zu den Gedenkstätten in Lohmar sind als Dokument zusammengefasst.
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1920
- 1929 Die Ehrentafel der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Turnvereins Breidt stammte in etwa aus den 1920er Jahren, der Inflationszeit, wo so manch einer seine Spareinlagen verloren hatte. Von 23 gefallenen Soldaten der Gemeinde waren alleine 14… Die Ehrentafel der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Turnvereins Breidt stammte in etwa aus den 1920er Jahren, der Inflationszeit, wo so manch einer seine Spareinlagen verloren hatte. Von 23 gefallenen Soldaten der Gemeinde waren alleine 14 Tote vom Turnverein Breidt zu beklagen. | |
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11. Mai 2014
Am 11. Mai 2014 wurde im Beisein des Innenministers des Landes NRW Ralf Jäger die feierliche Enthüllung einer neuen Bronze-Skulptur am Saugässchen gefeiert. „Wir legen heute ein Stück Heimatgeschichte offen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Röger bei… Am 11. Mai 2014 wurde im Beisein des Innenministers des Landes NRW Ralf Jäger die feierliche Enthüllung einer neuen Bronze-Skulptur am Saugässchen gefeiert. „Wir legen heute ein Stück Heimatgeschichte offen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Röger bei der Enthüllung der Skulptur vor einigen Hundert Festgästen im Park Villa Friedlinde/Saugässchen. Dem vorausgegangen war der Gedanke von Paul Hoscheid und Gerd Streichart (Vorsitzender des HGV), wonach in Lohmar nur noch wenig Erinnerung an den jahrelangen Schweineauftrieb durch die Saugasse in den Lohmarer Erbenwald besteht. Vor allem vermisse man irgendwo einen Hinweis darauf. Gerd Streichhardt und Dr. Johannes Bolten starteten eine Spendenaktion und beauftragten schließlich den Bonner Künstler Friedemann Sander mit der Anfertigung der Schweine-Skulptur, siehe Dokument. Der geschichtliche Hintergrund: | |
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2019
Das Arma Christi Kreuz in Algert wurde zwischen 1790 und 1800 angefertigt und aufgestellt. Der Schöpfer des Kreuzes ist nicht bekannt, aber vermutlich ein hiesiger Handwerker. Man geht davon aus, dass die Stifter des Kreuzes die ehemaligen Besitzer… Das Arma Christi Kreuz in Algert wurde zwischen 1790 und 1800 angefertigt und aufgestellt. Der Schöpfer des Kreuzes ist nicht bekannt, aber vermutlich ein hiesiger Handwerker. Man geht davon aus, dass die Stifter des Kreuzes die ehemaligen Besitzer des Gutes „Haus Freiheit“ in Inger sind. Das Arma - Christi – Kreuz, gelegentlich auch als Waffen - Christi - Kreuz, Passionskreuz oder Kapuzinerkreuz bezeichnet, ist eine Besonderheit der religiösen Kunstgeschichte. Arma-Christi-Kreuze finden sich an Außenwänden von Kirchen und als Flurdenkmäler hauptsächlich in den katholischen Gebieten des süddeutschen Raumes und vereinzelt auch im Rheinland. Bis zum 12./13. Jahrhundert dienten dargestellte Leidenswerkzeuge Christi als Triumph- und Majestätszeichen. Ab dem 14. Jahrhundert ist ein Bedeutungswandel zu beobachten: Die abgebildeten Gegenstände dienten nunmehr der "Passionsfrömmigkeit", dem meditativen Nacherleben der Passion Christi. Seit 1983 steht das Kreuz in Algert unter Denkmalschutz. Es wurde mehrmals restauriert und stand nach der Restaurierung im Jahr 1985 bis 1989 in der evangelischen Auferstehungskirche in Siegburg. Nicht zuletzt durch den Einsatz des Birker Heimatvereins und in Folge einer gerichtlichen Auseinandersetzung bis hin zum OVG Münster wurde es wieder an seinem angestammten Platz in Algert errichtet. Zuletzt wurde das Arma-Christi-Kreuz 2019 aufwendig durch den Diplom-Restaurator Karl Heinz Kreuzberg, Köln aufgearbeitet und mit tatkräftiger Hilfe von Karl Heinz Weiler und Willi Klinkenberg von der Algerter Dorfgemeinschaft und Gerd Streichardt, ehemaliger Vorsitzender des HGV Lohmar, wieder aufgestellt, siehe Dokument. Leidenssymbole:
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2009
- 2022 Spaziergänger im Lohmarer Wald stoßen an einigen wenigen Stellen auf religiöse Bildstöcke. Da ihnen Inschriften fehlen, bleiben die Hintergründe und Sinn dieser Kleindenkmale im Verborgenen. Spaziergänger im Lohmarer Wald stoßen an einigen wenigen Stellen auf religiöse Bildstöcke. Da ihnen Inschriften fehlen, bleiben die Hintergründe und Sinn dieser Kleindenkmale im Verborgenen. Bildstöcke sind ein Zeichen der Volksfrömmigkeit und sollen zum Gebet animieren oder an bestimmte Ereignisse erinnern, z. B. an Unfallereignisse. Gerd Streichhardt hat sich in einem Artikel für die Lohmarer Heimatblätter 2009 der Bedeutung und Hintergründen der im Lohmarer Wald aufgestellten Bildstöcke gewidmet, siehe Dokument. Er hat herausgefunden, dass einige Bildstöcke in den 1990er Jahren von einem „alten“ Lohmarer errichtet wurden: Josef Breuch, Jahrgang 1932. Aus Dankbarkeit für die Geburt seiner vier gesunden Enkel hat er für jeden einen Bildstock nach alten Vorlagen gebaut und im Wald aufgehängt.
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Seit 2008 befindet sich das Vereinshaus des HGV Lohmar in der Bachstraße neben der Villa Friedlinde. Hier sind einige Exponate zu bedeutsamen historischen Gebäuden und entsprechende Fundstücke ausgestellt. Der 2017 verstorbene Heimatkundler und Autor… Seit 2008 befindet sich das Vereinshaus des HGV Lohmar in der Bachstraße neben der Villa Friedlinde. Hier sind einige Exponate zu bedeutsamen historischen Gebäuden und entsprechende Fundstücke ausgestellt. Der 2017 verstorbene Heimatkundler und Autor zahlreicher Berichte für die Lohmarer Heimatblätter Johannes Heinrich Kliesen hat sie zusammengestellt. Wer sich darüberhinaus für Funde in Lohmar aus der Vorgeschichte (Urgeschichte) interessiert, sei die ausführliche Darstellung, siehe Dokument von Heinrich Hennekeuser "Vorgeschichtliche Funde und Fundplätze in der Stadt Lohmar" empfohlen. | |
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2006
Wegen des "sensationellen" Fundes aus der Merowingerzeit an der Bachstraße in Lohmar ergriffen der Bauherr des Altenpflegeheims - evangelisches Altenheim Wahlscheid e.V. - , Architekt Michael Bruckner und die Stadt Lohmar die Initiative zum Bau… Wegen des "sensationellen" Fundes aus der Merowingerzeit an der Bachstraße in Lohmar ergriffen der Bauherr des Altenpflegeheims - evangelisches Altenheim Wahlscheid e.V. - , Architekt Michael Bruckner und die Stadt Lohmar die Initiative zum Bau eines Fundortmuseums im Keller des Gebäudes. Die Kosten beliefen sich auf geschätzte 370.000 € und wären nur über Fördergelder zu finanzieren gewesen. Leider waren weder Stiftungen noch der Landschaftsverband Rheinland bereit, das Projekt zu unterstützen. Das Altenpflegeheim wurde dann ohne Unterkellurung und ohne Museum gebaut. | |
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2005
Auf der gesamten Fläche der Grabung wurden Funde des 5./6. Jh. bis hin zum 15./16. Jh. aufgedeckt. Wölbwandtöpfe, Schalen und Reibschüsseln als rauwandige Gebrauchskeramik machen den Großteil der Funde aus. Daneben wurde Ess- und Trinkgeschirr in… Auf der gesamten Fläche der Grabung wurden Funde des 5./6. Jh. bis hin zum 15./16. Jh. aufgedeckt. Wölbwandtöpfe, Schalen und Reibschüsseln als rauwandige Gebrauchskeramik machen den Großteil der Funde aus. Daneben wurde Ess- und Trinkgeschirr in Form von kleinen Schalen, einem Knickwandbecher und der Scherbe eines Sturzbechers geborgen. Durch ihre Formen datiert die Keramik in diezweite Hälfte des 5. Jh. bis in die erste Hälfte des 6. Jh. Nach der Aufgabe der ältermerowingerzeitlichenGebäude wurde die Siedlung in Lohmar-Unterdorf wahrscheinlich weiter nach Norden verlegt. Damit keine Tiere in die bis zu 1,50 m tiefen Löcher stürzten, verfüllte man sie. | |
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1959
- 2019 Auf Initiative der beiden Löschgruppen Birk und Breidt der Freiwilligen Feuerwehr Lohmar wurde im Juni 2019 das Friedenskreuz in Birk wieder aufgestellt. Es war nach 60 Jahren Anfang 2019 aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Das Eichenholz war… Auf Initiative der beiden Löschgruppen Birk und Breidt der Freiwilligen Feuerwehr Lohmar wurde im Juni 2019 das Friedenskreuz in Birk wieder aufgestellt. Es war nach 60 Jahren Anfang 2019 aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Das Eichenholz war marode geworden. Das neue Friedenskreuz aus Eichenholz hat die Ausmaße von 9 Meter des Längsbalken und 3,50 Meter des Querbalkens. Die Inschrift „CHRISTUS UNSER FRIEDEN“ sollte im neuen Kreuz nicht aus dem Holz herausgearbeitet werden, da dies die Lebensdauer negativ beeinflussen würde. Stattdessen wurden V4A-Bleche gelasert und gekantet. In einer Ökumenischen Feier fand die Neuerrichtung des Friedenskreuzes am 25.08.2019 unter großem Zuspruch der Bevölkerung einen feierlichen Abschluss. Das Friedenskreuz war damals das erste im Erzbistum Köln. Der Platz an der Ecke Pastor Biesingstraße /Auf der Löh war noch freies Feld. Die Bebauung kam später hinzu. Der Standort im Kreuzungsbereich der alten Wege von Birk nach Albach und von Inger nach Hochhausen ist uralt und bereits im Liegenschaftsbuch der steuerbaren Grundstücke der Gemeinde Inger von 1711 so bezeichnet „Aufm Lühe am Creutz“. Selbst die erste, exakte Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und von Müffling von 1803-1820 weist diesen Punkt mit einem roten Kreuzchen nach. An der Stelle stand früher ein Heiligenhäuschen, das von einer mächtigen Trauerweide überragt wurde. Durch einen sommerlichen Wirbelsturm wurden beide 1958 zerstört. Auf Initiative von Pfarrer Otto Biesing sollte dort ein Friedenskreuz der Erzdiözese als neues Zeichen christlicher Gesinnung errichtet werden. Am 18.Oktober 1959 wurde das Kreuz feierlich eingesegnet. Von oben nach unten und von links nach rechts war die Inschrift in Kreuzesform tief eingeschlagen: CHRISTUS – UNSER FRIEDEN.
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Der Straßenname Eisenmarkt könnte darauf schließen lassen, dass es hier einmal einen merkantilen Eisenmarkt gegeben hat. Doch die Heimatforscher schließen das aus, zumal es auch kaum vorstellbar ist, dass es für 160 Einwohner, die Lohmar am Ende des… Der Straßenname Eisenmarkt könnte darauf schließen lassen, dass es hier einmal einen merkantilen Eisenmarkt gegeben hat. Doch die Heimatforscher schließen das aus, zumal es auch kaum vorstellbar ist, dass es für 160 Einwohner, die Lohmar am Ende des 18. Jahrhunderts hatte, einen solchen Markt gegeben hat. In den bisher bekannten schriftlichen und mündlichen Überlieferungen seit dem 16. Jahrhundert findet sich nicht ein einziges Mal der Begriff Markt am Ende mit „t“ geschrieben. Die Bezeichnungen waren u- a- „Isermarcken“ und „Ißermarck“. Erst in der sogenannten Urflurkarte von 1823 ist dann plötzlich „Eisen-Markts Garten“ zu lesen. Für die Heimatforscher ein offensichtlicher Fehler der Kartografen wegen ihrer Unkenntnis der etymologischen (sprachkundlichen) Herkunft des Wortes Mark. Sie machten daraus Markt = Handelsplatz. Mark oder Marck bedeutete im Mittelalter Land, Flur, Grenzmarkierung. Für den Begriff Iser könnte nach dem Lohmarer Heimatforscher Wilhelm Pape ein historischer Bezug auf Eisen gegeben sein. 1565 gab es für den Isermarck zu Lohmar den Dienstreiter Wymar van der Soltz, der seinem Dienstherrn mit Pferd und Harnisch (eiserner Helm und Brustpanzer) dienen musste. Daraus könnte man schließen, dass sein Hof und seine Ländereien „die Mark derer in der Eisenrüstung“ kurz: „Eyser Mark“ hießen. Dienstreiter waren Privilegierte der weltlichen Herrscher, deren Besitztümer von Abgaben befreit waren. Die Güter und Höfe hießen deshalb auch „Freie Güter“ und „Sattelgüter der Dienstreiter“. Im Landmaßbuch von Lohmar von 1746 sind u. a, Eysermarks Erben aufgeführt. Das Sattelgut am Isermarcken selbst ist nicht mehr aufgeführt. Warum das ehemalige Gut des Wymar van der Soltz seine Bedeutung unter den Lohmarer Höfen verlor, ist nicht bekundet. Gründe dafür könnten Erbteilungen gewesen sein. Sattelgüter behielten nur solange ihre Funktion, wie Hof und Ländereien eine bestimmte Größe hatten. Das Haus Eisenmarkt 20 und das nebenstehende Haus Nr. 22 sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die größeren Überbleibsel des ehemaligen Sattelgutes aus dem Spätmittelalter. Das Teilstück Eisenmarkt zwischen Bachstraße und Hauptstraße wird volkstümlich auch Saujässje /Saugässchen genannt. Der Name soll aus der früheren Schweintrift zur Eichelmast im Lohmarer Erbenwald stammen. Urkundlich kann dieser Name nicht nachgewiesen werden. Um 1750 wird dieser Pfad im Landmaßbuch als "Kirchpetgen" entlang der Guttenhoffs Scheueren (Scheune) bezeichnet. In einem Artikel für die Lohmarer Heimatblätter 1998 setzt sich Johannes Heinrich Kliesen (1924 – 2017) mit dem Rätselraten um den Eisenmarkt und um vergessene Höfe auseinander, siehe Dokument.
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2015
Von der alten Auelsbachmühle, die wahrscheinlich schon im Jahr 1493 von den Lohmarer Burgherren von der Reven gebaut wurde, gibt es heute nur noch unscharfe Fotos und ganz wenige Zeichnungen in Tusche und verblassten hellen Farben. Das einzige 29x24… Von der alten Auelsbachmühle, die wahrscheinlich schon im Jahr 1493 von den Lohmarer Burgherren von der Reven gebaut wurde, gibt es heute nur noch unscharfe Fotos und ganz wenige Zeichnungen in Tusche und verblassten hellen Farben. Das einzige 29x24 cm kleine Kunstwerk wurde durch Zufall im Frühjahr 2008 in einer privaten Familiensammlung in Lohmar vom Autor dieses Beitrages entdeckt. Leider ist aber der Name des Malers unbekannt geblieben. Im Signum unter dem Bild ist lediglich das Datum von 1869 zu entziffern. 1907 kaufte Jean Pilgram als letzter Müller das ganze Anwesen und zog mit seiner Familie von Köln-Mülheim nach Lohmar an den Auelsbach. Aufgrund seiner schelmischen Art und weil er leidenschaftlich gerne Pfeife rauchte, wurde er im Volksmund "Piefekopp" genannt. Er verstarb 1946. In seinem Beitrag für die Lohmarer Heimatblätter erinnert Johannes Heinrich Kliesen an die weggebaggerte Mühle am Auelsbach, an den letzten Müller Jean Pilgram und an die Mühlenquelle. | |
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2020
- 2021 Anfang 2020 Anregung/Angebot Margarethe und Dr. Dieter Bretzinger, ein nachhaltiges, für Lohmar spezifisches Denkmal zu sponsern März 2020 Erste Ideen-/Projektgespräche mit Martina Furk (Atelier Kunst im Fachwerk/Scheiderhöhe). August 2020… Anfang 2020 Anregung/Angebot Margarethe und Dr. Dieter Bretzinger, ein nachhaltiges, für Lohmar spezifisches Denkmal zu sponsern März 2020 Erste Ideen-/Projektgespräche mit Martina Furk (Atelier Kunst im Fachwerk/Scheiderhöhe). August 2020 Projektplanung mit Markus Weisheit, Steinmetz-, Bildhauerwerkstatt 19. Aug. 2020 Genehmigung der Stadt durch Bürgermeister Horst Krybus nach Absprache im Ältestenrat für den Standort „Dunkels Eck". Oktober 2020 Auswahl der Steinblöcke im Steinbruch der Firma GSL (ehemals Quirrenbach) in Lindlar in der "Eremitage". Januar 2021 Reliefzeichnung „Lohmarer Mühle“ Martina Furk Februar 2021 Projektabstimmung „Mühlrad“ mit Christian Thiesen, Metallbau Thiesen, Lohmar März/April 2021 Bearbeitung der Steinblöcke und Bau des Mühlrades 28. April 2021 Aufstellung der Steinblöcke 5./6. Mai 2021 Einbau Mühlrad 7. Mai 2021 Eröffnung
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Bilder
Die Ehrentafel mit 103 Gefallenen oder Vermissten und 240 Soldaten, die den Krieg überlebten, wurde auf einem Wahlscheider Flohmarkt erworben und ist im Besitz von Dierk und Evi Meyer, Neuhonrath. Der langjährige Hauptamtsleiter der Gemeinde und späteren Stadt Lohmar, Horst Nieß, kann sich erinnern, bei Aufräumarbeiten im Wahlscheider Rathaus im Zuge der kommunalen Neuordnung 1969, auch eine solche Ehrentafel vorgefunden zu haben. Der Spruch auf der Ehrentafel „Wer den Tod im heiligen Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland“ ist ein Textauszug aus dem Soldatenlied „Zum Ausmarsch“ ,Text und Melodie von A. Methfessel (1785 – 1869).
Der erste Weltkrieg begann am 28. Juli 1914. Wichtige Kriegsparteien waren die sogenannten Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn gegen die verbündeten Entente-Staaten Frankreich, Großbritannien und Russland. Im November 1918 endete der Krieg mit der militärischen Niederlage Deutschlands und seines Bündnispartners Österreich-Ungarn. Der Tod als ständiger Begleiter der Frontsoldaten wurde zum "Heldentod für das Vaterland" verklärt. Im Ersten Weltkrieg starben mehr als neun Millionen Soldaten, darunter über zwei Millionen aus Deutschland, fast 1,5 Millionen aus Österreich-Ungarn, über 1,8 Millionen aus Russland, annähernd 460.000 aus Italien. Frankreich hatte über 1,3 Millionen, Großbritannien rund 750.000 militärische Todesfälle zu beklagen. Hinzu kamen etwa 78.000 Tote aus den französischen und 180.000 Tote aus den britischen Kolonien. Die USA verloren nach ihrem Kriegseintritt im April 1917 rund 117.000 Mann in Europa. Mehr als sechs Millionen Zivilisten kamen ums Leben.
In der Verfüllung eines Grubenhauses (Stelle 4) fand sich ein Börsenfund mit fünf merowingischen Nachprägungen von römischen Silbermünzen. Eine davon zeigt die Abbildung des byzantinischen Kaisers Anastasios I. (491 bis 518 n. Chr.) und datiert um 520 n. Chr. Die anderen Münzen sind in die zweite Hälfte des 5. Jh. einzuordnen. Aufgrund der Münze des Kaisers Anastasios I. kann ein ungefähres Ende der Siedlung in der ersten Hälfte des 6. Jh. eingeordnet werden.
"Wenn Menschen schweigen werden Steine reden..." unter dieser Überschrift sind im Haus des Heimatvereins Lohmar zwei steinerne Fundstücke ausgestellt, die zu alten Grabkreuzen gehörten. Es gelang das Gesamtbild der Grabkreuze wiederherzustellen und deren Inschriften zu rekonstruieren. Dabei handelt es sich zum einen um den 1755 mit nur 16 Jahren verstorbenen Anton Höderath vom Schöpcherhof in Scheiderhöhe und zum anderen um die 1730 verstorbene Anna Margaretha Hagens von Scherf (Scherferhof in Wielpütz).
Wegekreuz an der Flughafenstraße (früher Kirchstraße) /Ecke Schengbüchel, in Altenrath um 1938. Das Kreuz wurde nach Zerstörung durch einen Unfall durch die Stadt Troisdorf wiederhergestellt und etwas weiter zurückversetzt, mit dem Korpus jetzt zum Schengbüchel gewandt. Eingeweiht wurde es am 10.6.1976, dem Tag der Europawahl.
Ursprünglich hieß die Gastwirtschaft am heutigen Rondell Heidegraben/Flughafenstraße „Zur Eiche“ und wurde von Leopold Paffrath geführt (die Namensgebung der Kneipe war wahrscheinlich von der Flurbezeichnung „Unter den Eichen“ abgeleitet). Ab dem 19.9.1907 war Gerhard Scharrenbroich der Wirt dieser Gast- und Schankwirtschaft im Hause Nr.38 in Altenrath, diese hieß später „Heidekranz“, zwischenzeitlich mal „Op der jood Eck“ und nun wieder „Heideklause“. Im August 1936 wird vom Reichskriegsminister angeordnet, dass die komplette Ortschaft Altenrath bis zur neu gebauten Autobahn A3 zu räumen sei und dem Truppenübungsplatz zugeschlagen wird. Am 1. Juli 1938 ist Altenrath geräumt, die Familien wurden größtenteils nach Lohmar (in die Altenrather Straße) und nach Troisdorf ins Unterdorf umgesiedelt. Nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 wird zur Linderung der Wohnungsnot Altenrath wiederbesiedelt. Bis zur kommunalen Neuordnung des Rhein-Sieg-Kreises 1969 gehörte Altenrath zum Amt Lohmar und wurde dann ein Teil der Stadt Troisdorf.
1980 gruben ein halbes Jahr lang Helfer aus der Firma Walterscheid und dem Heimat- und Geschichtverein unter der Leitung des Fabrikanten und Heimatforschers Bernhard Walterscheid - Müller die Kellerruinen eines um 1790 untergegangenen Fachwerkhofes auf dem Ingerberg aus. Auf dem Lohmarer Friedhof stehen zwei steinerne Zeugnisse vom Leben bzw. Tod auf dem Ingerbergshof im 17. und 18. Jahrhundert. Ein Grabkreuz befindet sich in der Bruchsteinwand in der Südseite der Leichenhalle. In Sandstein gemeißelt ist hier zu lesen, dass Anna auff dem Ingerberg am 11. August 1694 starb. Am Weg von der Kirche zur Leichenhalle steht ein weiteres steinernes Dokument zum Tod von Johannes Adolffus Hagen von Ingerberg am 21. November 1734. Aus dem Lohmarer Wertier- und Lagerbuch von Inger aus 1746 geht hervor, dass ein "Adolf Hagen aufem Ingerberg" den Hof besaß.
Als Beleg für den Ingerbergshof hat Peter Kemmerich in seinem Buch über die Heimatgemeinde Lohmar einen Auszug aus dem Kirchenbuch der katholischen Kirchengemeinde (Kirchspiel) Lohmar - das Kirchspiel bestand aus Lohmar als Untergemeinde und Scheiderhöhe, Breidt und Birk als Obergemeinde - veröffentlicht und die altdeutsche Schrift übersetzt:
"Pêle-mêle Notizen zur Chronik von Lohmar.
Gemäß notariellem Verkaufsackte über die Burg Lohmar vom Jahre 1672, wovon das Original auf Pergament in den Händen des gegenwärtigen Besitzers daselbst ist, waren im Jahre 1672 in der Unter- Obergemeinde Lohmar 204 Häuser.- Zur Burg gehörten 12 Morgen Weiher im Lohmarer-walde.- 40, später 20 gewald Holz.Gerechtsame des Brandweihers im Lohmarerwalde, Zehnten zu Scheiderhöhe, 3M Roder die v. Heyden zu Schönrath einige Jahr lang genossen. Der Weinzapf und Accis (Steuer) im Dorf Lohmar, der Ingerberg, Haus, Hof, etc., 20 M Land, 4 M Wies, 42 M Busch und 17 M Biese. Pacht dies adlig Nutzung, 24M (Malter) Roggen, 25 M Hafer, 6 Schweine, 1 dicker Hammel, 1 Lamm, 1 Kalb, 8 Hühner, 2 Enten, 2 Vot Eier. Max v. Reven….. zu Bach-Coesfeld an Pfr."
Medien
Am 7. Mai 2021 wurde an der Ecke Rathausstraße/Bachstraße/Mühlenweg vor dem Haus "Dunkels Eck" die Skulptur der "Lohmarer Mühle" - vielen auch als "Pilgrams Mühle" bekannt - der Öffentlichkeit übergeben. Wegen der Corona-Einschränkungen waren nur die unmittelbar am Projekt Beteiligten und Bürgermeisterin Claudia Wieja zur Präsentation eingeladen. Neben der Skulptur wurde eine Infotafel, die die geschichtlichen Hintergründe erläutert und eine von dem Bildhauer und Steinmetz Markus Weisheit gestiftete Ruhebank aufgestellt.
Finanziert wurde das Projekt „Lohmarer Mühle“ durch eine großzügige Spende der Eheleute Margarethe und Dr. Dieter Bretzinger an den Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Lohmar. Es war Ihnen ein Anliegen, gemeinsam mit dem HGV ein heimat- und identitätsstiftendes Denkmal in Lohmar zu schaffen. Der Vorschlag der Lohmarer Künstlerin (Kunst im Fachwerk) und Vorsitzenden des Kunstvereins LohmArt Martina Furk und des HGV-Geschäftsführers Wolfgang Röger, das Thema Mühlen aufzugreifen und an die markante Lohmarer Mühle am Auelsbach zu erinnern, fand sofort Zuspruch. Der künstlerische Entwurf von Martina Furk wurde gemeinsam mit Markus Weisheit, Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt aus Siegburg und Christian Thiesen, Metallbau Thiesen aus Lohmar zur Fertigungsreife entwickelt und umgesetzt. Als Materialien wurden Gesteinsblöcke aus bergischer Grauwacke und Cortenstahl gewählt. Als Standort wurde die Grünfläche vor dem Haus "Dunkels Eck" mit der Stadt Lohmar abgestimmt. Er liegt sehr exponiert in der Nähe des Auelsbaches unweit des ursprünglichen Mühlenstandortes. Das Grundstück wurde im Zuge der Verlegung der Rathausstraße von der Stadt erworben und als Grünfläche angelegt.
Die Skulptur erinnert an die große technische und kulturgeschichtliche Bedeutung der Wassermühlen. Viele Ortsnamen in der Stadt Lohmar erinnern noch heute daran.
Das Mühlrad wurde nach der Einweihung arretiert und ist nicht mehr beweglich.
Begebenheiten
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Dezember 2024
Zum dritten Mal wurde das Wegekreuz, das ursprünglich 1847 an “Meurers Eck“, Ecke Rathausstraße/Hauptstraße aufgestellt worden war, versetzt. Es ist aus Sandstein gefertigt und das Kruzifix mit einem Corpus bekrönt. Die Konsole hat eine… Zum dritten Mal wurde das Wegekreuz, das ursprünglich 1847 an “Meurers Eck“, Ecke Rathausstraße/Hauptstraße aufgestellt worden war, versetzt. Es ist aus Sandstein gefertigt und das Kruzifix mit einem Corpus bekrönt. Die Konsole hat eine Expositionsnische, auf der bei eucharistischen Prozessionen die mitgeführte Monstranz abgestellt werden konnte. Es steht jetzt mit der Rückseite zur Hauptstraße an seinem neuen Standort an der Ecke Frouardplatz/Hauptstraße. Dieser Platz entstand 2013 Zuge der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes Lohmar Ort. Hier stand bis dahin das Haus der Familie Kraheck. Vor fast genau einem Jahr war das Wegekreuz stark sanierungsbedürftig an seinem letzten Standort in der Schmiedgasse Nr. 10 abgebaut worden. Immer wieder hatte sich der Heimatverein Lohmar für den Erhalt eingesetzt. Schließlich erteilte die Stadt Lohmar der Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt Markus Weisheit aus Siegburg einen entsprechenden Auftrag. Wegekreuze sind seit dem 14. Jahrhundert belegt. Viele Kreuze sind während der französischen Besetzung (1794–1814) verloren gegangen, da im Zuge der Säkularisation Wegekreuze verboten waren. Daher sind die meisten heute vorhandenen Wegekreuze als Orte der Andacht und des Gebets im Rheinland erst im 19. und 20. Jahrhundert (wieder) entstanden.
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20. Dezember 2023
Nach fast 50 Jahren am Standort des Wegekreuzes in der Schmiedgasse 10 wurde das Denkmal von der Firma Markus Weisheit, Steinmetz und Bildhauerwerkstatt aus Siegburg kurz vor Weihnachten am 20. Dez. 2023 demontiert. Es soll restauriert und im Bereich… Nach fast 50 Jahren am Standort des Wegekreuzes in der Schmiedgasse 10 wurde das Denkmal von der Firma Markus Weisheit, Steinmetz und Bildhauerwerkstatt aus Siegburg kurz vor Weihnachten am 20. Dez. 2023 demontiert. Es soll restauriert und im Bereich des Rathausvorplatzes in der Nähe des ursprünglichen Standortes (Meurers Eck) wieder aufgebaut werden. Längere Zeit hatte sich der frühere Vorsitzende des Heimatvereins Lohmar Gerd Streichardt und Wolfgang Weber, Leiter der Heimatpflege- und Naturschutzgruppe im Heimatverein für den Erhalt eingesetzt. Letztlich entschied die Stadt Lohmar, das denkmalgeschützte Wegekreuz restaurieren und wieder aufzustellen zu lassen.
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4. Juli 2018
Zahlreiche Gäste waren am 4. Juli 2018 zum Parkplatz Ecke Kirchstraße/Raiffeisenstraße zur Einweihung der neu gestalteten Fassade mit großformatigen Bildern, die an die Zeit des „Luhmer Grietche“ erinnern, gekommen. Die neue Fassade ist ein Hingucker… Zahlreiche Gäste waren am 4. Juli 2018 zum Parkplatz Ecke Kirchstraße/Raiffeisenstraße zur Einweihung der neu gestalteten Fassade mit großformatigen Bildern, die an die Zeit des „Luhmer Grietche“ erinnern, gekommen. Die neue Fassade ist ein Hingucker und greift die Zeit der Eisenbahnstrecke der Aggertalbahn um 1930 und um 1940 auf, als der alte Lohmarer Bahnhof dort noch stand und das Luhmer Grietche noch fuhr. Viele Erinnerungen an diese Zeit wurden bei den Gästen geweckt und die ein oder andere Anekdote erzählt. Hans Dieter Heimig, Ehrenmitglied des Heimatvereins Lohmar, ist in der Kirchstraße aufgewachsen und wusste aus seiner Kindheit Unterhaltsames zu erzählen, wie er den damaligen Bahnhofvorsteher ärgerte, indem er die Glocke an der Schranke des Bahnübergangs zum Bimmeln brachte. Aber auch die Bedeutung des Luhmer Grietche für den Wirtschaftsstandort Lohmar wurde bewusst und dessen nachhaltige Wirkung für das attraktive Gewerbegebiet Lohmar Zentrum. Die Aggertalbahn ging 1884 in Betrieb. 1994 wurde auch das letzte verbliebene Teilstück Lohmar- Siegburg stillgelegt. Mit diesen Erinnerungen möchte der Heimatverein Lohmar, der das Projekt auf die Beine gestellt hatte, lokale Identität schaffen, damit sich die Menschen mit ihrer Stadt verbunden fühlen. Die Lohmarer Unternehmer Peter Selbach, Selbach Design und Christian Thiesen, Metallbau Thiesen hatten die Fotofassade geschaffen. Die Hauseigentümer Klaus Schultheis und Uli Esser (Erbengemeinschaft Esser) hatten die Genehmigung erteilt. Finanziert wurde das Projekt von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Lohmar. |
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