Wahlscheider Pferdehändler
Hugo Breideneichen (rechts außen), Pferdehändler und Pächter der heutigen Gaststätte „Zur Alten Linde“ (Dowideit), mit 8 Fohlen auf dem historischen Marktplatz an der ev. Bartholomäus-Kirche. ca. 1926. Links sehen wir Emst Frackenpohl, Weeg. Neben Hugo Breideneichen steht sein Helfer Karl Steeger, Aggerhof. Der 5. Herr von links im Hintergrund kann Hugo Krämer, Oberstehöhe, sein.
Die früheren Pferdehändler und heutigen Gebrauchtwagenhändler sind in mancherlei Hinsicht – insbesondere was die Vertrauenswürdigkeit angeht — miteinander vergleichbar. Per Handschlag wurde der Verkauf des Pferdes besiegelt. Beim Pferdekauf hieß es: „Ooren oder de Jäldbüggel; hongenoh wüste betuppt.“ (Augen oder Geldbeutel; womöglich wirst du betrogen.) Pferdehändler Breideneichen, der später in den Auelerhof zog, genoß das Vertrauen der hiesigen Landwirte. Freche Pferde gingen an Holzfuhrwerker; bei der Waldarbeit konnten sie sich austoben.
Information
Quellenangabe
Siegfreid Helser, Wie et fröhe woe Band I, S. 193
Fotoarchiv Elfriede u Ulrike Clever
Autor(en)
Siegfried Helser| Zuletzt angesehen: | 14.02.2026, 04:52 |
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Querverweise
Zugehörige Dokumente
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22. August 1901
Die Lithographie mit einem Poststempel vom 22.8.1901 zeigt das alte Kirchdorf Wahlscheid mit der evangelischen Kirche St. Bartholomäuskirche, dem alten Marktplatz mit seiner Dorflinde und dem Restaurant Breideneichen, heute Akzent-Aggertal-Hotel „Zur... Die Lithographie mit einem Poststempel vom 22.8.1901 zeigt das alte Kirchdorf Wahlscheid mit der evangelischen Kirche St. Bartholomäuskirche, dem alten Marktplatz mit seiner Dorflinde und dem Restaurant Breideneichen, heute Akzent-Aggertal-Hotel „Zur alten Linde“. Das Haus wird in der 3. Generation von der Familie Dowideit betrieben. Bereits 1166 wird die Kirche in einer Urkunde genannt. Die alte, wahrscheinlich noch aus romanischer Zeit stammende Kirche von Wahlscheid, die seit 1557 als evangelisch bezeichnet wurde und 1645 dann endgültig an die Protestanten übergegangen war, befand sich Anfang des 19. Jahrhunderts in einem so schlechten Bauzustand, dass sie im Jahre 1813 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Die uralte Linde war durch Jahrhunderte hindurch Mittelpunkt des alten Marktplatzes. Ob sie als Gerichtslinde oder gar als Femelinde diente, das weiß man nicht. Mit Sicherheit war sie die Dorfl inde des Kirchspiels Wahlscheid. Unter diesem Baum ist traditionell im August die St.-Bartholomäus-Kirmes gefeiert worden. Diese besondere Linde, die heutzutage von „Baudoktoren“ gepfl egt wird, gilt als schützenswertes Naturdenkmal. Als der Platz zu klein und es für die Schausteller mit ihren größer werdenden Wagen zu beschwerlich und gefährlich wurde, über die steile Bartholomäustraße zum Marktplatz zu gelangen, verlegte man die Kirmes Mitte der 20er Jahre auf den Parkplatz der Gaststätte Auelerhof. Heute wird die Wahlscheider Kirmes kirchlich mit einem ökumenischen Moritatengottesdienst wieder an der Bartholomäuskirche eröffnet, anschließend wird am Forum in Wahlscheid gefeiert. |





