Maibaum aufstellen in Birk 1947
Zur Tradition gehört, dass zum 1. Mai ein Maibaum aufgestellt wird. Damals war es üblich eine Tanne auszuwählen. Lang musste sie sein und nach Möglichkeit bis zur Höhe der Schalllöcher der Birker Kirche reichen. Der Baum stand auf dem Dorf- oder Kirchplatz. Ein Wettbewerb mit den Nachbardörfern war ebenfalls angesagt. Jeder wollte den längsten Baum im Dorf stehen haben. Ein geflochtener Kranz mit bunten Bändern gehörte dazu. Ein übler Brauch, nicht selten, wenn der Baum unbewacht blieb, überstand er die Mainacht nicht und wurde abgesägt.
Zum Aufstellen des Baumes wurden Seile und sogenannte Scheren (zusammengbundene Tannenstämme) eingesetzt. Die Dorfjugend schaffte dies mit viel Geschrei und Hallo.
Information
Quellenangabe
Lohmar in alten Zeiten, Bd. II, Mai 2012
Autor(en)
Peter Hennekeuser| Zuletzt angesehen: | 17.01.2026, 14:10 |
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Querverweise
Zugehörige Bilder
Mit großer Beteiligung der Birker Bevölkerung wurden die jährlichen Maifeste gefeiert. Das Foto zeigt das Maikönigspaar Josef Orth aus Birk und Agnes Weiler (Müller) im einem PKW Cabriolet, Marke „Adler“, vor dem gepflegten Fachwerkhaus Merten, Birker Straße. Der Adjutant Josef Oligschläger mit Zylinder, Stehkragen und weißen Handschuhen. Die vier Blumenmädchen sind von links Anneliese Orth (Burand), Christel Nöbel, Paula Meurer, (Schmitz) und Marianne Orth (Salgert).
Zugehöriger Ort
Birk liegt im südöstlichen Stadtgebiet von Lohmar an der Westseite der Zeithstraße und gehörte bis 1969 zur amtsangehörigen Gemeinde Inger. Der weithin sichtbare Fernmeldeturm steht auf 216,4 NN an der höhsten Stelle der Zeithstraße. Die ebenfalls weithin sichtbare katholische Kirche wird mit einer Höhe von 204,4 NN angegeben. Die Bedeutung des Namens Birk ist unbekannt. Ertmals erwähnt wird Birk in einer Urkunde vom 21. Februar 1310, wo von dem Gericht des Dorfes Byrke (iudicium villae de Byrke) ein Pachtvertrag zwischen dem Pfarrer zu Lohmar und den Eheleuten Johann Rengert besiegelt wird. Seit 1398 bestand eine Kapelle in Birk, die von Lohmar "bedient" wurde. Verehrt wurde die "Schmerzhafte Gottesmutter" zu der schon bald Prozessionen auch aus der weiteren Umgebung gemacht wurden. In den Kirchenrechnungen von 1490 -1493 aus Lindlar werden Wallfahrten nach Birk ausgewiesen.





