Ortszentrum von Birk, Anfang der 1950er Jahre
Die Luftaufnahme zeigt von links das Haus Krengel/Fielenbach mit Schreinerei, den Bauernhof, Kornbrennerei und Gaststätte Schwamborn. Rechts daneben befindet sich die Gaststätte und Sattlerei Wiel. Im Vordergrund befinden sich Schuppen und Garagen der Familie Schwamborn. Dort war der Treffpunkt „der Birker Pänz“ zum Versteckenspielen und zum Fußball. Die weiteren Fachwerkhäuser zur Hohle Gasse hin sind: Das Kempshaus, und Haus Küpper. Im Hintergrund sind Gärten und Wiesen zu sehen, die heute überwiegend bebaut sind.
Information
Quellenangabe
Lohmar in alten Zeiten Bd. 3, S. 140
Autor(en)
Peter Hennekeuser| Zuletzt angesehen: | 12.12.2025, 18:10 |
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Querverweise
Zugehörige Bilder
Bei trübem Wetter, am Tag Fronleichnam. Links oberhalb der Kirchenmauer stehen zwei Fahnen mit den Farben gelb und weiß und die beiden stattlichen Kastanienbäume. Auf der rechten Seite: Im Vordergrund die Front des Lebensmittel, Feinkost-, Spirituosen- und Textilladen von Paula Kömmelt, später Klein-Hessling. Dann (nicht auf dem Foto) die Schlosserei mit dem HaushaltwarenGeschäft Merten. In der Straße Pfaffendriesch die Metzgerei Hubert Müller. An der Ecke Hohle Gasse das Lebensmittelgeschäft mit Drogerie-, Kurz- und Textilwaren von Else Orth, Unterhalb des Hauses Orth befindet sich das weitere Lebensmittelgeschäft von Wilhelm Wacker. An der Hohle Gasse liegen die Schuppen und Garagen von Schwamborn. Hier war der zentrale Ort für die Aufstellung des Kirmeskerls, des Briefkastens und Anschlagbretts für amtliche und Vereinsmitteilungen. Vor dem Schuppen stand ein Milchbock, wo täglich die Milchkannen der Bauern von der Molkerei abgeholt wurden. Im Hintergrund sind die Gaststätten Schwamborn und Wiel zu sehen.
Die Birker Straße wie sie 1957 aussah. Die Randsteine sind schon verlegt, die letzte Teerdecke fehlt noch. Das Schulgebäude ist hinter den großen Lindenbäumen kaum zu sehen. Auf der rechten Seite: Gaststätte, Kornbrennerei und Bauernhof Schwamborn, Haus von Familie Krengel/ Fielenbach, daneben die Gaststätte Fielenbach. Am weiteren abknickenden Straßenverlauf, der früheren „Ömkier“, stehen jetzt Einfamilienhäuser. An der linken Seite stehen jetzt das Bürgerhaus mit Parkplatz sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser. Der frühere Feldweg, jetzt Pastor-Biesing-Straße, führte zu einer mächtigen Trauerweide mit einem Heiligenhäuschen. Beide wurden bei einem Unwetter am 1. August 1958 zerstört. An deren Stelle ist im Oktober 1959 das Friedenskreuz der Erzdiözese Köln errichtet worden.
Zugehöriger Ort
Birk liegt im südöstlichen Stadtgebiet von Lohmar an der Westseite der Zeithstraße und gehörte bis 1969 zur amtsangehörigen Gemeinde Inger. Der weithin sichtbare Fernmeldeturm steht auf 216,4 NN an der höhsten Stelle der Zeithstraße. Die ebenfalls weithin sichtbare katholische Kirche wird mit einer Höhe von 204,4 NN angegeben. Die Bedeutung des Namens Birk ist unbekannt. Ertmals erwähnt wird Birk in einer Urkunde vom 21. Februar 1310, wo von dem Gericht des Dorfes Byrke (iudicium villae de Byrke) ein Pachtvertrag zwischen dem Pfarrer zu Lohmar und den Eheleuten Johann Rengert besiegelt wird. Seit 1398 bestand eine Kapelle in Birk, die von Lohmar "bedient" wurde. Verehrt wurde die "Schmerzhafte Gottesmutter" zu der schon bald Prozessionen auch aus der weiteren Umgebung gemacht wurden. In den Kirchenrechnungen von 1490 -1493 aus Lindlar werden Wallfahrten nach Birk ausgewiesen.



