Zeitalter: NS - Zeit und Nachkriegszeit
Enthaltene Objekte
Dokumente
Hans Heinz Eimermacher, Jahrgang 1939 erinnert sich in seinem Bericht für die Lohmarer Heimatblätter an die letzten Kriegswochen in Lohmar. Er schildert die Wochen im März 1945, wo Lohmar unter Beschuss lag bevor die Amerikaner mit ihren Panzern... Hans Heinz Eimermacher, Jahrgang 1939 erinnert sich in seinem Bericht für die Lohmarer Heimatblätter an die letzten Kriegswochen in Lohmar. Er schildert die Wochen im März 1945, wo Lohmar unter Beschuss lag bevor die Amerikaner mit ihren Panzern einrückten. Sie kontrollierten alle Straßen und machten Hausdurchsuchungen. Die Bewohner der Hermann-Löns-Straße mussten ihre Häuser verlassen. Sie wurden von den amerikanischen Soldaten belegt, die nach einigen Tagen aber schon weiterzogen. | |
|
1933
- 1945 Schon kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) versuchten die Nazis die Arbeit der freien Jugendorganisationen zu verhindern. Kinder- und Jugendliche sollten sich der Hitlerjugend anschließen.... Schon kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) versuchten die Nazis die Arbeit der freien Jugendorganisationen zu verhindern. Kinder- und Jugendliche sollten sich der Hitlerjugend anschließen. Parteigebundene Jugendorganisationen der Sozialdemokraten und Kommunisten wurden sofort verboten. Im Jahre 1937 wurde jüngeren Mitgliedern in katholischen Jugendorganisationen eine Doppelmitgliedschaft in der Hitlerjugend (HJ) und in einer katholischen Jugendorganisation verboten. Erlaubt war nur noch eine enge religiöse Jugendarbeit. Vor diesem Hintergrund beleuchtet Hans Warning in seinem Beitrag (Dokument) die Auswirkungen auf die katholischen Jugendvereine im Amt Lohmar. | |
|
1930
- 1945 Wie hat sich die katholische Kirchengemeinde in Lohmar in der Nazi-Zeit verhalten? Eine Schülerin (Jahrgangstufe 12) des Gymnasiums Lohmar gibt in einem Fachbeitrag für den Grundkurs Geschichte aus dem Jahr 2006 eine Antwort darauf: Anders als in... Wie hat sich die katholische Kirchengemeinde in Lohmar in der Nazi-Zeit verhalten? Eine Schülerin (Jahrgangstufe 12) des Gymnasiums Lohmar gibt in einem Fachbeitrag für den Grundkurs Geschichte aus dem Jahr 2006 eine Antwort darauf: Anders als in Wahlscheid war der größte Teil der Lohmarerer Bevölkerung katholisch und Anhänger der Zentrumspartei. Die evangelische Kirchengemeinde wurde erst nach dem Krieg gegründet. Bei der Reichstagswahl im März 1933 erhielt die NSDAP hier nur 21 % der Stimmen (in Wahlscheid: 69,9 %). Trotz öffentlicher Aufrufe der Nationalsozialisten aus der Kirche auszutreten, gab es in der Zeit des Dritten Reiches in Lohmar keine Kirchenaustritte zu vermerken. In Ihrer Beschreibung der Lohmarer Verhältnisse in dieser Zeit kommt die Autorin zu dem Fazit, dass für die Lohmarer Kirchengemeinde die Ausübung religiöser Riten und Traditionen vor dem Gehorsam gegenüber den Nationalsozialisten stand und sie versuchte, sich dem Druck der Nazis nicht zu beugen. Der HGV Lohmar hat den Artikel von Alessa Günther in den Lohmarer Heimatblättern veröffentlicht (Dokument). | |
|
1945
Über die letzten Kriegstage in Lohmar und die ersten Monate danach berichtet Erwin Henseler (geb. 1928, verst. 2013) in seinem Beitrag für die Lohmarer Heimatblätter (Dokument). Über die letzten Kriegstage in Lohmar und die ersten Monate danach berichtet Erwin Henseler (geb. 1928, verst. 2013) in seinem Beitrag für die Lohmarer Heimatblätter (Dokument).
| |
Auf Initiative des Lohmarer Fotokünstlers Herbert Döring-Spengler wurde 2009 der Stolperstein als Mahnmal gegen das Vergessen verlegt. Der Stolperstein liegt im Gehweg der Hauptstraße in Höhe des Hauses Nr. 105 in der Nähe des Kreisels... Auf Initiative des Lohmarer Fotokünstlers Herbert Döring-Spengler wurde 2009 der Stolperstein als Mahnmal gegen das Vergessen verlegt. Der Stolperstein liegt im Gehweg der Hauptstraße in Höhe des Hauses Nr. 105 in der Nähe des Kreisels Bachstr./Auelsweg. Stolpersteine sind kleine Messingwürfel, die in vielen Orten Europas ins Straßenpflaster eingelassen sind. Sie sind Gedenktafeln für die Opfer des Nationalsozialismus. Der Lohmarer Stolperstein fand viele Jahre kaum Beachtung im Gehwegpflaster, da er farblich sehr dunkel geworden war. Im Januar 2020 hat die Projektgruppe "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" des Lohmarer Gymnasiums die Patenschaft über den Stein übernommen und Ihn gereinigt. Der Stein erinnert an den Juden Ernst Hoffmann, der dort wohnte. Das Haus ist heute abgerissen. 1844 hatte die Familie an der Bachstraße/Ecke Hauptstraße Grundbesitz erworben, vermutlich beiderseits des Auelsbachs. Die Parzellen sind in den Quellen nicht vollständig angegeben. Die Urgroßmutter Adelheid hatte hier einen Metzgerladen und einen Getreidehandel. Ernst Hoffmann war verheiratet. Über das Schicksal seiner Frau ist nichts bekannt. Sein Leidensweg führte von Lohmar nach Siegburg. Er flüchtete während des Krieges nach Holland, wurde hier verhaftet und ins Konzentrationslager nach Auschwitz gebracht und dort am 6.3.1944 getötet. Sein Sohn Oscar wurde 1942 nach Minsk deportiert und dort getötet. Von Holland schrieb er am 9.10.1942 an die ihm bekannte Familie Bernauer aus Troisdorf: „Daß ich von meinem lieben Oscar und der Mutter und den Geschwistern etc. nichts mehr gehört habe, ist an sich bei den bekannten Maßnahmen nichts Besonderes, dennoch ist dieses Ungewisse über das Schicksal meiner liebsten Menschen … so deprimierend, dass dies auf meiner Seele lähmend lastet …“ Die Stadtarchivarin Waltraud Rexhaus hat die Geschichte jüdischer Familien in Lohmar in einem lesenswerten Artikel der Lohmarer Heimatblätter festgehalten, siehe Dokument.
| |
Im Jahr 2020 erinnerten wir an 75 Jahre Ende des 2. Weltkrieges. Im Jahr 2022 werden wir an diese Zeiten durch den Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine erinnert. Die Kriegsfolgen von damals hatten erhebliche Auswirkung für die Gemeinschaft... Im Jahr 2020 erinnerten wir an 75 Jahre Ende des 2. Weltkrieges. Im Jahr 2022 werden wir an diese Zeiten durch den Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine erinnert. Die Kriegsfolgen von damals hatten erhebliche Auswirkung für die Gemeinschaft in der Stadt Lohmar. Vertreibung, Flucht, Integration sind die prägenden Themen. Hans Warning hat die Fakten für das ehemalige Amt Lohmar in dem Dokument zusammengetragen. Viele Millionen Menschen verloren durch den von Nationalsozialisten entfesselten Krieg ihre Heimat. Auch das Gebiet der heutigen Stadt Lohmar nahm viele Vertriebene und Flüchtlinge auf. Lohmar erreichte nicht nur einen Bevölkerungszuwachs von etwa 20 Prozent, sondern auch das Zahlenverhältnis der christlichen Konfessionen wurde deutlich verändert. Die Entstehung der evangelischen Kirchengemeinde Lohmar ist geprägt von den Auswirkungen des 2. Weltkrieges nach1945. In Wahlscheid hielt bereits 1557 der evangelische Glaube seinen Einzug. 1614/15 nahm auch Honrath die lutherische Lehre an. Zusammen mit Seelscheid und Volberg (Hoffnungstahl) bildeten sie die 4 lutherischen bergischen Kirchengemeinden. 1645 wurde der letzte katholische Pfarrer Heinrich Klee verdrängt. Erst im Jahre 1710 entstand für die in Honrath und Wahlscheid lebenden Katholiken eine Missionsgemeinde, die von den Minoriten in Seligenthal betreut wurde. Die Schulbildung war gekennzeichnet durch ausgiebige Diskussionen um die Bekenntnisschulen. Erst mit der Schulreform 1968 nahm das Thema ein Ende, als die Gemeinschaftsgrundschulen und die Hauptschulen eingeführt wurden.
| |
|
1925
- 2015 Zur Erinnerung an die Kriegstoten und Gewaltopfer aller Nationen wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag der Volktrauertag begangen. Seit 1922 ist er ein staatlicher Gedenktag. In der Nazi-Zeit wurde er als "Heldengedenktag"... Zur Erinnerung an die Kriegstoten und Gewaltopfer aller Nationen wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag der Volktrauertag begangen. Seit 1922 ist er ein staatlicher Gedenktag. In der Nazi-Zeit wurde er als "Heldengedenktag" gefeiert. Öffentliche Gedenkstätten stehen sowohl in Lohmar als auch in Birk und in Wahlscheid. Auf dem Lohmarer Friedhof liegt ein Kriegsgräberfeld mit 32 Toten des zweiten Weltkrieges. Eine Gedenktafel schildert die Kriegsereignisse und persönlichen Schicksale. Die Einweihung der Gedenktafel am 23. 3. 2012 hat Dieter Monschauer von agger.tv in einem Film festgehalten:https://www.youtube.com/watch?v=wmqKB5otun0 Am östlichen Friedhofstor in Lohmar erinnert ein Denkmal außerhalb der Friedhofsmauer an die Gefallenen des ersten Weltkrieges und eine schlichte Stele innerhalb der Friedhofsmauer an die toten Lohmarer Soldaten des zweiten Weltkrieges. In Birk steht ein Mahnmal in der Straße "Auf der Löh" und in Wahlscheid erinnert eine Gedenstätte neben dem Portal der evangelischen Kirche an die Kriegstoten des ersten Weltkrieges und ein Erinnerungsstein an der Wahlscheider Straße an die Toten nach dem amerikanischen Fliegerangriff auf den Munitionszug im Wahlscheider Bahnhof am 15 Februar 1945. Berichte in den Lohmarer Heimatblättern zu den Gedenkstätten in Lohmar sind als Dokument zusammengefasst.
| |
|
1939
- 1945 Bilder von Zerstörungen zeigen in den ersten Monaten des Jahres 2022 das schreckliche Ausmaß des russischen Bombardements aus der Luft im Ukrainekrieg. Die Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges können aus eigenem Erleben die Ängste und das Leid der... Bilder von Zerstörungen zeigen in den ersten Monaten des Jahres 2022 das schreckliche Ausmaß des russischen Bombardements aus der Luft im Ukrainekrieg. Die Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges können aus eigenem Erleben die Ängste und das Leid der ukrainischen Bevölkerung nachvollziehen. Der Bombenkrieg wurde von alliierter Seite bereits Ende März 1942 auf deutsche Städte und Wohngebiete ausgeweitet. Hierüber gibt es für das ehemalige Amt Lohmar mit den Gemeinden Lohmar, Scheiderhöhe, Halberg, Inger und Birk feingliedrige Aufzeichnungen über Fliegeralarme, Abwürfe von Spreng- und Brandbomben sowie entstandene Personen- und Sachschäden. Von Juli 1940 bis Februar 1945 wurden 985 Brandbomben, 269 Sprengbomben und 44 Blindgänger abgeworfen. Es wurden 21 Verletzte und 8 Tote verzeichnet. Die schlimmsten Folgen im Amtsbezirk hatte am 17. Dezember 1944 der Abwurf von 2 Sprengbomben in Wiehlpütz bei Scheiderhöhe. Es starben 7 Menschen, 15 wurden teils schwer verletzt. Ein besonderes Schreckensereignis in Lohmar war der Absturz einer unbemannten fehlgeleiteten Flugbombe V1 ((Vergeltungswaffe 1) am 15. Februar 1945 in der Straße Am Bungert. Es war eine von deutscher Seite eingesetzte neu entwickelte Waffe, vergleichbar mit einer Boden-Boden-Rakete. Gott sei Dank gab es keine Toten zu beklagen. In unserer Region sind noch 14 Abschussrampen erkennbar, davon 3 bei Lohmar. Über Marschflugkörper am Schlangensiefen berichtet Christoph Kämper in den Lohmarer Heimatblättern 2011 und über den Luftkrieg 1939 – 1945 und seine Auswirkungen in Lohmar schreibt Karlheinz Urbach in einem Beitrag für die Lohmarer Heimatblätter 2004, siehe Dokument.
| |
|
1945
- 1948 Am 10. April 1945 wurde nach wochenlangem Artilleriebeschuss und Bombenangriffen die Kreisstadt Siegburg nach heftigen Straßenkämpfen von den amerikanischen Streitkräften eingenommen und am gleichen Tag auch Lohmar militärisch besetzt. Die... Am 10. April 1945 wurde nach wochenlangem Artilleriebeschuss und Bombenangriffen die Kreisstadt Siegburg nach heftigen Straßenkämpfen von den amerikanischen Streitkräften eingenommen und am gleichen Tag auch Lohmar militärisch besetzt. Die Bevölkerung litt Not. Die Kommunalverwaltungen waren zusammengebrochen. Riesengroß waren die Schwierigkeiten auf allen Gebieten des täglichen Lebens. Die amerikanische Führung erkannte, dass schnellsten eine provisorische Verwaltung eingerichtet werden musste. In Lohmar wurde als politisch unbelasteter Fachmann Josef Lagier aus Heppenberg mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Amtsbürgermeister betraut. In Personalunion sollte er gleichzeitig die Gemeinde Wahlscheid mitverwalten. Nach zwei Monaten wurde er von Richard Schmidt abgelöst. Es wurde den Amts- und Gemeindeverwaltungen erlaubt, Beratende Ausschüsse mit höchstens zehn Personen einzurichten. Die erste Sitzung des Ausschusses fand am 12. Oktober 1945 statt. Um die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an den örtlichen Verwaltungen über die Beratenden Ausschüsse hinaus zu erweitern, erließ die britische Militärregierung im November 1945 Richtlinien für die kommunale Selbstverwaltung. Statt der beratenden Ausschüsse sollten jetzt Gemeindevertretungen vorgeschlagen und von der Militärregierung eingesetzt werden. Der Gemeindevertretung gehörte neben dem Bürgermeister zwölf Mitglieder an. Zum Amtsbürgermeister wurde am 29. April 1946 Ferdinand Hein (zugleich Gemeindebürgermeister von Scheiderhöhe) gewählt. Der bisherige Bürgermeister Richard Schmidt wurde im Juni 1946 zum Amtsdirektor gewählt. Die Aufgaben von Verwaltung und politischem Bürgermeister waren zuvor getrennt worden. Die Verwaltung sollte von einem hauptamtlichen Gemeinde- bzw. Amtsdirektor geleitet werden - dieses System der kommunalen Doppelspitze wurde 1999 abgeschafft und die Direktwahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters durch die Bürgerschaft eingeführt -. Zwei Jahre nach der ersten freien Kommunalwahl 1946 wurde 1948 wieder gewählt. Die großen Gewinner der Wahl waren die CDU und das Zentrum. Unter den berufenen Politikern befand sich keine Frau. Die Nachkriegspolitik war reine Männersache. In einem Beitrag für die Lohmarer Heimatblätter 2008, beschreibt Hans Warning Umstände, politische Parteien und Personen, die den materiellen und geistigen Aufbau des Heimatortes zwischen 1945 und 1948 einleiteten, siehe Dokument.
| |
|
1938
- 1945 Scheiderhöhe war bis zur kommunalen Neuordnung 1969 eine selbstständige Gemeinde und Mittelpunkt der umliegenden Ortschaften. Neben der Kirche gab es eine Volksschule mit zwei Klassenräumen und acht Klassen. Zwei Lebensmittelläden von Heinrich Bonn... Scheiderhöhe war bis zur kommunalen Neuordnung 1969 eine selbstständige Gemeinde und Mittelpunkt der umliegenden Ortschaften. Neben der Kirche gab es eine Volksschule mit zwei Klassenräumen und acht Klassen. Zwei Lebensmittelläden von Heinrich Bonn und Heinrich Faßbender boten alle Artikel des täglichen Gebrauchs an. Die Festlichkeiten wurden in zwei Gasthöfen gefeiert, im nördlich gelegenen Gasthof Höderath und der im südlichen Teil gelegenen Gastwirtschaft von Hugo Weeg (heute Royal-Albert-Hall). Der Gründer der Firma ABS Albert Blum, Jahrgang 1930 hat einige persönliche Erinnerungen über Begebenheiten in Scheiderhöhe, inbesondere in den Kriegszeiten festgehalten (siehe Dokument). Unter anderem beschreibt er in einer Anekdote die Zuverlässigkeit des eingesetzten „Volkssturms“ bei der Bedienung der Geräte in der Kommandozentrale Scheiderhöhe für die im weiten Umkreis gelegenen Scheinwerferbatterien, sowie die Angriffe der Jagdbomber auf Wielpütz und Muchensiefen.
| |
|
1942
- 1948 Die Ereignisse der Kriegs- und Nachkriegsjahre hat der katholische Pfarrer (1938 – 1960) Wilhelm Offergeld wie ein Tagebuch in der "Chronik der Pfarre Lohmar“ niedergeschrieben. Die Lohmarer Bevölkerung hat nicht nur durch die Kriegsereignisse sehr... Die Ereignisse der Kriegs- und Nachkriegsjahre hat der katholische Pfarrer (1938 – 1960) Wilhelm Offergeld wie ein Tagebuch in der "Chronik der Pfarre Lohmar“ niedergeschrieben. Die Lohmarer Bevölkerung hat nicht nur durch die Kriegsereignisse sehr gelitten, sondern war in den ersten Nachkriegsjahren Flüchtlingsströmen, Hochwasserkatastrophen und auch Plünderungen und Raubzügen marodierender Zwangsarbeiter ausgesetzt, bis sich 1948 die Lage beruhigte. Neben dem Bericht aus der Pfarrchronik, sind Kriegserlebnisse in Donrath nachzulesen, siehe Dokument.
| |
|
1945
- 2022 Der Krieg in der Ukraine im Jahr 2022 ruft bei vielen älteren Menschen, den sogenannten „Kriegskindern“, schreckliche Erinnerungen wach an die Zeiten des 2. Weltkrieges. Bilder von Bombenangriffen, Flucht, Vertreibung kommen wieder hoch, Schicksale... Der Krieg in der Ukraine im Jahr 2022 ruft bei vielen älteren Menschen, den sogenannten „Kriegskindern“, schreckliche Erinnerungen wach an die Zeiten des 2. Weltkrieges. Bilder von Bombenangriffen, Flucht, Vertreibung kommen wieder hoch, Schicksale vergleichbar mit dem, was Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine jetzt erleben. Über ein solches Schicksal wird in dem Beitrag (Dokument) „Giesela Houck, geborene Conrad: Die Flucht aus meiner Heimat“ berichtet. Gisela Houck wurde 1935 in Reichenbach (Schlesien) geboren. Der Ort liegt wenige Kilometer von der Lausitzer Grenze entfernt in Polen, mittig zwischen Cottbus und Breslau. 1945 flüchtete ihre Familie vor den heranrückenden russischen Soldaten ins Sudetenland. Dort wurden sie nach kurzer Zeit von den Tschechen vertrieben und fanden schließlich über ihren alten Heimatort Reichenbach den Fluchtweg in das Auffanglager in Wipperfürth und schließlich in die neue Heimat nach Lohmar.
| |
Am 1. September 1939 überfiel Hitlerdeutschland Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg mit schätzungsweise 80 Millionen Toten aus. Der Tag gilt heute in Deutschland als Weltfriedenstag oder Antikriegstag. Den Traum vom ewigen Frieden brachte der... Am 1. September 1939 überfiel Hitlerdeutschland Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg mit schätzungsweise 80 Millionen Toten aus. Der Tag gilt heute in Deutschland als Weltfriedenstag oder Antikriegstag. Den Traum vom ewigen Frieden brachte der französische Geistliche Abbe Charles Castel de Saint Pierre bereits 1713 zu Papier. Die Idee arbeitete der Philosoph Immanuel Kant 1795 zu einem Konzept aus: „Zum ewigen Frieden. Ein philosophisches Konzept“. Diese Vorstellungen sind ein schöner Traum geblieben. Die Frage nach dem „Warum“ hat sich Adolf Jüngling, der 1927 in Wygorzele/Polen geboren wurde und nach dem Überfall von Polen und Russen verfrachtet in ukrainischen Arbeitslagern täglich ums Überleben kämpfen musste bis er Anfang der 1950er Jahre in Lohmar eine neue Heimat fand, Zeit seines Lebens gestellt. Er hat sein Schicksal aufgeschrieben (siehe Dokument) in der Hoffnung, dass nachfolgende Generationen daraus lernen. Der Krieg der Russen in der Ukraine löste bei ihm wieder die Erinnerungen an die alten schlimmen Zeiten aus. Die Frage, nach dem Warum und woran es liegt, dass Menschen trotz schlimmer Erfahrungen mit Schmerz und Leid Kriege führen, hat Adolf Jüngling mit in den Tod (Sept. 2023) genommen.
| |
|
2014
Menschliche Lichtblicke in dunkler ZeitRettungsgeschichte der Familie Bernauer Seit dem Jahr 2005 ist der 27. Januar internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust - am 27. Jan. 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit - . „Wir erinnern auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder... Seit dem Jahr 2005 ist der 27. Januar internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust - am 27. Jan. 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit - . „Wir erinnern auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten“, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages 2015. Die Geschichte einer mutigen Rettungsaktion und die historischen Hintergründe und Zusammenhänge, in der zwei Lohmarer Familien, Juden vor den Nazis retteten, haben Nora Weeg als Schülerin am Anno-Gymnasium in Siegburg und ihre Lehrerin, Schulpfarrerin Annette Hirzel recherchiert und 2014 in der Schriftenreihe Gedenkschriften des Fördervereins Landjuden an der Sieg e. V. veröffentlicht, siehe Dokument. 1990 wurden Elisabeth und Ludwig Weeg, das Ehepaar Meier und ihre Tochter Käthe Overath von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
| |
Der 8. Mai 1945 gilt als das offizielle Kriegsende des 2. Weltkrieges und als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Am 7. Mai unterzeichnete der von Dönitz bevollmächtigte Generaloberst Alfred Jodl im Hauptquartier der Alliierten in Reims die... Der 8. Mai 1945 gilt als das offizielle Kriegsende des 2. Weltkrieges und als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Am 7. Mai unterzeichnete der von Dönitz bevollmächtigte Generaloberst Alfred Jodl im Hauptquartier der Alliierten in Reims die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Sie trat am folgenden Tag in Kraft. In der Nacht zum 9. Mai wiederholten hochrangige Vertreter aller drei Wehrmachtsteile den Akt der Kapitulation gegenüber den Sowjets in deren Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Im besiegten und weitgehend zerstörten Deutschland stieß das formale Kriegsende auf nur noch wenig Interesse. Für die meisten Deutschen war der Krieg mit der Besetzung ihres Heimatortes durch die Alliierten ab Herbst 1944 weitgehend beendet. Über die letzten Kriegswochen in der Stadt Lohmar haben Zeitzeugen in verschiedenen Veröffentlichungen berichtet. In einem Artikel des Kölner Stadt-Anzeiger vom 7. April 2025 schreibt Marcus Caris über ein Treffen mit dem 95-jährigen Ferdi Eich aus Lohmar. Über das Kriegsende in Wahlscheid lässt Siegfried Helser im Band II „Wie et fröhe woe“ Zeitzeugen berichten und Gerd Streichardt lässt in seinem Buch „Die letzten Kriegstage in der Heimat“ Zeitzeugen aus Siegburg, Troisdorf, Seelscheid und Lohmar vom Ende des Zweiten Weltkrieges erzählen. Seine Erlebnisse als 15-Jähriger hat der Lohmarer Heimatkundler Wilhelm Pape, der zu Kriegszeiten in der Kirchstraße 6 mit seiner Familie wohnte, 1993 niedergeschrieben, siehe Dokument. Er beschreibt ausführlich die ersten Zeichen der herannahenden Front und den Einschlag der ersten Granaten im März 1945. Der Artilleriebeschuss wurde immer schlimmer. In der Nacht vom 17./18. März wurde das Hotel-Restaurant Schnitzler getroffen und brannte bis auf die Außenmauern nieder. Als ein paar Tage später ein Offizier der Feldgendarmerie den Stellungsbefehl für Wilhelm Pape überbrachte, flüchtete die Familie für eine kurze Zeit in Unterstände ins untere Holzbachtal unterhalb von Lohmarhohn, wo sich bereits weitere Lohmarer befanden. Am 10. April um 10.15 Uhr schwenkte der erste German-Panzer der Amerikaner von Siegburg kommend von der Hauptstraße in die Kirchstraße ein. Andere Truppenteile waren über das Jabachtal und den Halberger Höhenrücken vorgestoßen und trafen sich mit den Panzern. Damit war der Krieg in Lohmar bereits einen Monat vor der offiziellen Kapitulation zu Ende. | |
|
Dezember 1944
- Dezember 1945 In dem Bericht für die Lohmarer Heimatblätter (siehe Dokument) schildert Heinrich Hennekeuser (Jahrgang 1935) seine Kindheitserinnerungen an das Ende des Zweiten Weltkrieges und die ersten Nachkriegsmonate, angefangen von Weihnachten 1944 bis... In dem Bericht für die Lohmarer Heimatblätter (siehe Dokument) schildert Heinrich Hennekeuser (Jahrgang 1935) seine Kindheitserinnerungen an das Ende des Zweiten Weltkrieges und die ersten Nachkriegsmonate, angefangen von Weihnachten 1944 bis Weihnachten 1945. Der Heiligabend 1944 begann mit massiven Bombenangriffen auf Siegburg und Troisdorf. Die überfliegenden Bomber warfen zur Ausleuchtung des Zielgebietes Leuchtkugeln, sogenannte Christbäumchen ab. Am Dienstag, dem 10. April 1945 rückten amerikanische Verbände über die Zeithstraße in Richtung Much vor. Am frühen Nachmittag rückten die Amerikaner mit Panzern begleitet von Fußtrupps in Birk ein. Die Häuser waren mit weißen Betttüchern gekennzeichnet. Die nordöstliche Ecke des Kirchturms wurde von einem Panzergeschoss beschädigt. Am Spätnachmittag erreichte ein Stoßtrupp Inger bis zum Haus Freiheit. Es kam zu einem Schusswechsel mit einer deutschen Flakstellung und Algert wurde beschossen. Am Hang des Steinbergs vor Geber und an der Breidtersteegsmühle hatten die Amerikaner Batterien errichtet. Tagelang fuhren Militärlaster beladen mit deutschen Kriegsgefangenen durchs Jabachtal in Richtung Zeithstraße und weiter ins Gefangenenlager bei Sinzig.
| |
Das Stadtgebiet Lohmar wurde mehrfach von Bomben getroffen. Siegfried Helser schreibt in seinem Buch "Wie et fröhe woe, Bd.II" über den Bombenterror im Wahlscheider Raum: Im Herbst 1940 nahmen die Luftangriffe auf die rheinischen Städte zu... In... Das Stadtgebiet Lohmar wurde mehrfach von Bomben getroffen. Siegfried Helser schreibt in seinem Buch "Wie et fröhe woe, Bd.II" über den Bombenterror im Wahlscheider Raum: Im Herbst 1940 nahmen die Luftangriffe auf die rheinischen Städte zu... In Richtung Bonn/Köln versuchten viele Scheinwerfer der deutschen Wehrmacht, feindliche Flugzeuge am Himmel zu erfassen, damit sie alsdann von Flak abgeschossen werden konnten. Zwischen Weeg und Haus-Dorp sowie in Rothehöhe (kombiniert mit einer Flakstellung oberhalb des Hauses Hölper) standen deutsche Scheinwerferbatterien... Mit der Zeit überflogen immer mehr Feindflugzeuge unser Gemeindegebiet. Ihre nachts über der Kölner Bucht abgeworfenen Leuchtschirmchen (Christbäume) erleuchteten taghell das zu bombardierende Gebiet. Spreng- und Brandbomben fielen in der Nähe von Bloch, Naaf, Hähngen und zwischen Hohn und Klefhaus. Eine Luftmiene ging am Bahnhof Honrath nieder. Ferner fielen Bomben zwischen Naafshäuschen und Bergagger, bei der Fabrik Wilhelms sowie am Feuerwehrhaus. Die Werkstatt der heutigen Firma Ford Wasser erhielt einen Volltreffer. Autoteile sah man anschließend in den Bäumen hängen. Ende 1944 fielen Brandbomben auf Holl und setzten einen Stall und eine Scheune in Brand. Am 16. Februar 1945 bombardierte ein amerikanisches Lightning P 47 Geschwader einen im Wahlscheider Bahnhof abgestellten Munitionszug. Fast alle Waggons explodierten, Häuser wurden zerstört und Menschen tödlich verletzt. Eine Zusammenfassung mehrerer Berichte über dieses Ereignis enthält der Artikel aus den Lohmarer Heimatblättern, siehe Dokument. Ebenfalls wird über einen Bombenabwurf in Wielpütz am 17. Dezember 1944 berichtet. 7 Personen kamen dabei zu Tode, unter Ihnen Johann Faßbender (76) und seine beiden 7 und 4 Jahre alten Enkelkinder. Der Angriff erfolgte vermutlich, weil sich im Viereckhof von Hermann Schiffbauer, Schiefernbergweg 4 ein Munitionslager befand, das aber nicht getroffen wurde.
| |
„Als der 2. Weltkrieg nach Wahlscheid kam - Wahlscheid 1933-1945" war das Thema von zwei Vortragsabenden mit dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Lohmar, Horst Schöpe im April und November 2022 im ev. Gemeindehaus in Wahlscheid. Der Vortrag -siehe ... „Als der 2. Weltkrieg nach Wahlscheid kam - Wahlscheid 1933-1945" war das Thema von zwei Vortragsabenden mit dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Lohmar, Horst Schöpe im April und November 2022 im ev. Gemeindehaus in Wahlscheid. Der Vortrag -siehe Dokument - ist im Hinblick auf die dramatischen Entwicklungen in der Ukraine auch im Jahr 2026 noch hochaktuell. Der von Putin geführte verbrecherische Krieg zeigt erschreckende Parallelen zum Vorgehen von Hitler, das mit Millionen Toten und zerbombten Dörfern und Städten endete. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Wahlscheid / Aggertal und die Evangelische Kirchengemeinde Wahlscheid hatten zu den Veranstaltungen eingeladen und informiert:
|
Bilder
Das Lohmarer Jungvolk vor dem Haus Scharrenbroich (heute Nr. 18/20) auf der Hauptstraße in Lohmar sammelt sich zum Abmarsch. Es soll zu Fuß über Rösrath zum Königsforst gehen und dann mit der Bahn nach KölnDünnwald ins Zeltlager. Im Jungvolk wurden Jungen im Alter von 10 - 14 Jahren auf die spätere Rolle in der Hitlerjugend vorbereitet.Sie hießen "Pimpfe".
Auf dem Foto von 1938 sind die Großen im Hintergrund Matthias Ennenbach (nur halb zu sehen) und etwas nach vorne gebeugt Hans Ennenbach. Im Vordergrund von links nach rechts sind Ferdi Eich, Helmut Goerrig (10 Jahre alt), mit Fahne Peter Mosbach und Erwin Henseler (10 Jahre alt) zu sehen.
Begebenheiten
|
1934
Im August 1934 wurde in Lohmar am Ziegelfeld an der Agger ein großes Zeltlager der „Hitlerjugend“ durchgeführt. Hier konnten Jugendliche in einer Zeltstadt mit über hundert weißen Rundzelten den Aufenthalt in der freien Natur mit Lagerfeuerromantik,... Im August 1934 wurde in Lohmar am Ziegelfeld an der Agger ein großes Zeltlager der „Hitlerjugend“ durchgeführt. Hier konnten Jugendliche in einer Zeltstadt mit über hundert weißen Rundzelten den Aufenthalt in der freien Natur mit Lagerfeuerromantik, Geländespielen, Survivaltechniken und Ähnliches erleben – doch leider mit dem damals üblichen vormilitärischen Drill des „Dritten Reiches“ der Nationalsozialisten. | |
In dem Chaos nach Ende des Zweiten Weltkrieges suchten Menschen Zuflucht und Arbeit auf dem Land. Klara Mehlich Seuffert (geb. 1889) hatte das Glück, nachdem sie in Köln ausgebombt worden war, eine neue Bleibe bis zu ihrem Tod auf dem Knipscherhof in... In dem Chaos nach Ende des Zweiten Weltkrieges suchten Menschen Zuflucht und Arbeit auf dem Land. Klara Mehlich Seuffert (geb. 1889) hatte das Glück, nachdem sie in Köln ausgebombt worden war, eine neue Bleibe bis zu ihrem Tod auf dem Knipscherhof in Oberschönrath zu finden. Sie hatte in Köln den Maler und Professor Robert Seuffert geheiratet und mit ihren drei Kindern als wohlhabende Familie in einem eleganten Haus in Köln Braunsfeld gelebt. Ihr Mann lebte während des Kriegs getrennt von ihr, in seinem Atelier in der Schildergasse oder im Schwarzwald, wo er 1946 verstarb. Über ihr Leben während der Kriegsjahre von Dezember 1940 bis November 1944 hat sie für ihre Tochter ein Tagebuch geschrieben. Ihre Enkelin Clare Westmacott hat das Kriegstagebuch ihrer Oma veröffentlicht. In dem Vorwort schreibt Clare: Von unserer Zeit aus betrachtet ist es faszinierend, ihre Berichte über die Ereignisse zu lesen, deren Einzelheiten wir heute kennen. Zum Beispiel ihre Schilderung dessen, was in der Nacht vom 30. Mai 1942 passierte, der erste 1000-Bomber-Angriff auf Köln. Oder auch ihre Beobachtung im September 1941, dass die Juden gezwungen wurden, den gelben Davidstern an ihrer Kleidung zu tragen. „Heute sehe ich auf der Straße die Juden mit ihren Abzeichen herumlaufen. Sionsstern, auf gelbem Grund steht ‚Jude‘, kleine Kinder, alle müssen dieses Zeichen tragen. Ich weiß nicht, zu was das gut ist. Es macht auch in der anständig gesinnten Bevölkerung nur böses Blut und heute geht man mit einem Kopfschütteln an diesen kleinlichen Maßnahmen vorbei.“
| |
|
April 1945
Der sogenannte „Ruhrkessel“ (engl. „Ruhr pocket“) war die letzte große Schlacht an der Westfront im 2. Weltkrieg. Nach der Rheinüberquerung bei Remagen im März 1945 kesseln US-amerikanische Truppen Anfang April 1945 das Ruhrgebiet ein. Fast das... Der sogenannte „Ruhrkessel“ (engl. „Ruhr pocket“) war die letzte große Schlacht an der Westfront im 2. Weltkrieg. Nach der Rheinüberquerung bei Remagen im März 1945 kesseln US-amerikanische Truppen Anfang April 1945 das Ruhrgebiet ein. Fast das gesamte Ruhrgebiet, das Bergische Land sowie Teile des Sauerlandes wurden von US-Truppen umstellt. Die deutsche Heeresgruppe B unter Generalfeldmarschall Model mit 350.000 Soldaten kapituliert am 21. April 1945. Model begeht am gleichen Tag Selbstmord. Lohmar lag in diesem Ruhrkessel. Die südliche Front des Kessels bildete der Fluss Sieg, im Westen war der Rhein die natürliche Grenze. Gerd Streichardt schreibt in seinem Buch „Die Letzten Kriegstage in der Heimat“: „ Ein gewaltiger Vorstoß gelang am 10. April 1945 den amerikanischen Einheiten der 13. US-Panzerdivision…. Vorderste Einheiten des Divisionskampfkommandos B umgingen Troisdorf - vom Ulrather Hof in Siegburg ausgehend, über die Widdauer Wiese, dort über eine Pontonbrücker in den Rörichtsiefen – durchfuhren die Wahner Heide und Urbach und erreichten Köln-Dünnwald. Eine andere Kampftruppe stieß entlang der Autobahn vor, rollte durch Lohmar und kämpfte leichten Widerstand im Bereich Heppenberg – Feienberg - Breidt nieder. Die Einheiten der 97. Infanteriedivision folgten den schnell vorstoßenden Kampftruppen der 13. US-Panzerdivision.“ Quellen der US-Army liefern einige wenige Information über die Kampfhandlungen in Lohmar.
|
Enthalten in
Heimatwelten
Zur Übersicht






















